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Die Züchter laden zur 100-Jahr-Feier

StockenAm Samstag feiert die Viehzuchtgenossenschaft ihr 100-jähriges Bestehen mit einer Jubiläumsschau. Auch wenn sich die Landwirte stets neuen Herausforderungen stellen müssen und sie immer weniger werden – die Züchter glauben an ihre Zukunft.

Zur Förderung der Fleckviehzucht haben Züchter von Ober- und Niederstocken 1911 die Viehzuchtgenossenschaft (VZG) Stocken gegründet. 1956 umfasste diese immerhin 33 Mitglieder. Drei Jahre später wurden noch 20 Mitglieder mit 200 Herdebuchtieren registriert. Bis 2010 sank der Bestand dann zwar nur noch minim auf 184 Herdebuchtiere – allerdings aufgeteilt auf bloss noch sieben Mitglieder. Auf Samstag laden diese nun zum 100-Jahr-Jubiläum mit Viehschau im Schlund von Oberstocken ein. «Am Morgen werden die Tiere von Experten beurteilt und um 11 Uhr im Ring vorgeführt», erklärt der OK-Präsident Rudolf Matti. «Nach dem Mittagessen finden dann ab 13.30 Uhr die Misswahlen statt.» Natürlich gehört zum festlichen Jubiläum auch ein öffentlicher Züchterabend, Start ist um 20 Uhr, mit Bar. Behörden wünschen Mut «Es ist schön, aber nicht selbstverständlich, dass sich die VZG 100 Jahre behaupten konnte», erklärt Regula Bettschen als Gemeindepräsidentin von Niederstocken. Und sie wünscht – angesichts der vielen Landwirtschaftsbetriebe, die aus wirtschaftlichen Gründen aufgegeben mussten – «weiterhin die nötige Kraft und Begeisterung für die Viehzucht». Auch Markus Leuenberger wünscht zum Jubiläum «Glück, Zufriedenheit – und den nötigen Mut, immer wieder neue Wege zu gehen.» Als Gemeindepräsident von Oberstocken ist er ebenfalls nicht frei von Sorgen: «Weil auch uns als Institution das Wasser bis zum Hals steht, konnte euch die politische Gemeinde leider keinen finanziellen Zustupf ans Jubiläum sprechen.» 120 Stück Vieh gemeldet «Für die Jubiläumsschau sind nun – dank dem, dass alle sieben Mitglieder mitmachen – immerhin 120 Stück Vieh gemeldet. Ich werte das als Erfolg», sagt Urs Schwendimann. Er war die letzten acht Jahre Präsident der Viehzuchtgenossenschaft und gibt das Amt nun an Urs Dummermuth ab. «Ich habe während der letzten zehn Jahre unsere Zuchtziele verfolgt und darf mit meinem Bestand zufrieden sein», sagt Schwendimann. Und er bemerkt: «Gut bewertete Tiere lassen sich auch zu einem anständigen Preis verkaufen.» Der scheidende Präsident wird seine Ziele weiter verfolgen. Er weiss aber, dass mehrere Mitglieder an künftigen Schauen nicht mehr präsent sein werden. «Die Fusion mit einer benachbarten Genossenschaft wird Sinn machen», glaubt er. Bereits jetzt finden die Frühlings- und Herbstschauen zusammen mit der VZG Höfen statt. «Wir wechseln uns jährlich in der Platzorganisation ab und arbeiten gut zusammen.» Fachsimpeln ist angesagt OK-Präsident Rudolf Matti freut sich auf ein würdiges Fest und meint: «Kenner werden über die aufgeführten Tiere fachsimpeln, ältere Züchter in Erinnerungen schwelgen und jüngere sich später an diesen Anlass erinnern. Lasst uns diesen Tag geniessen.» Matti hat sich auf einem Oberstockner Pachtbetrieb der Zucht von reinen Simmentalern verschrieben. Er betreut zudem im Sommer auf der Alp Matten oberhalb Reutigen während gut 100 Tagen 180 Tiere. Peter Rothacher100 Jahre VZG Stocken: Jubiläumsschau mit Festwirtschaft am Samstag, 16. April, ab 9 Uhr im Schlund, Oberstocken.>

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