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Die Suche nach Konstanz hält an

eishockeyWegen mehrerer individueller Fehler haben die SCL Tigers gegen Gottéron 2:5 verloren. Es war die 14.Niederlage im 21.Heimspiel.

Diese Szene allein war das Eintrittsgeld wert. In der 30.Minute beförderte Tigers-Stürmer Claudio Moggi mit dem Rücken zum Tor stehend einen Schuss Jörg Rebers mittels Direktabnahme ins Gottéron-Gehäuse. Mit seinem spektakulären Ablenker düpierte er Goalie Cristobal Huet und liess die Gegenspieler verdutzt ins Leere blicken. Das Tor zum 2:2 sollte indes der einsame Höhepunkt aus Langnauer Sicht bleiben. Die Equipe von John Fust unterlag dem Tabellenzweiten, der technische Vorteile besass, 2:5. Für die Freiburger war es der sechste Erfolg in den letzten sieben Spielen, für die Tigers die bereits 14.Niederlage im 21. Heimspiel. Auf den Zuschauerschnitt (rund 5400) hat diese Bilanz indes kaum Auswirkungen:Er ist nahezu identisch mit jenem in der erfolgreichen Vorsaison. Defensive Mängel Weil Langnaus tschechischer Angreifer Vojtech Polak leicht angeschlagen war, bekam Torhüter Robert Esche den Vorzug gegenüber Urban Leimbacher. Der Amerikaner zeigte eine ansprechende Leistung, die Niederlage gründete vielmehr in den vielen individuellen Aussetzern. Den Treffer von Andrej Bykov zum 1:0 (24.) hatte Sebastian Schilt verschuldet. Der Verteidiger – er spielt nächste Saison für Gottéron – vertändelte in der eigenen Zone den Puck. Dem 1:2 kurz vor Spielhälfte ging ein Scheibenverlust Kurtis McLeans voraus. Der Langnauer Topskorer hatte nur 24 Sekunden zuvor ausgeglichen. Damit bewahrheitete sich das ungeschriebene Gesetz, welches besagt, dass ein Trainer die Linie nach einem Treffer wechseln sollte, einmal mehr. Und bei den Gegentoren drei und vier genossen die Ex-SCB-Stürmer Simon Gamache respektive Christian Dubé quasi Narrenfreiheit. «Wie ein roter Faden» «Die Freiburger waren nicht deutlich überlegen, wir konnten ihr Tempo jedenfalls mitgehen. Sie verfügen aber über viele starke Stürmer, welche Fehler eiskalt ausnützen», konstatierte Tigers-Angreifer Joel Genazzi. Und fügte an: «Wieder einmal ist es uns nicht gelungen, über 60 Minuten solide zu spielen. Die fehlende Konstanz zieht sich wie ein roter Faden durch die ganze Saison.» Auffällig war zudem, dass beide Equipen wenig körperbetont auftraten. Es mangelte weitgehend an Emotionen. Augenzwinkernd sprach Gottéron-Captain Sandy Jeannin von einem «angenehmen Gastspiel». Vor Jahresfrist hatten sich die SCL Tigers mit einem Erfolg in Rapperswil die erstmalige Playoff-Qualifikation in der Vereinsgeschichte sichergestellt. Von diesem Erfolg sind sie derzeit weit entfernt, neun Runden vor Qualifikationsende belegen sie Rang 11. Bereits heute (19.45 Uhr) gastieren die Emmentaler bei den ZSC Lions. Hinsichtlich der kommenden Saison haben die Verantwortlichen derweil eine wichtige strategische Frage geklärt: Weil die Ilfis-Halle saniert wird, steht in Langnau von April bis Oktober kein Eis zur Verfügung. Die SCL Tigers werden daher in der Burgdorfer Localnet-Arena eine Trainingsbasis einrichten, dort die Vorbereitungsphase inklusive Testspiele absolvieren. NLA-Partien werden in Burgdorf indes keine ausgetragen. Die Langnauer werden mit einer Serie von Auswärtsspielen in die neue Meisterschaft starten. Philipp Rindlisbacher;SCL Tigers: News, Hintergründe und Matchberichte scltigers.bernerzeitung.ch>

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