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Die SP hat ihre Auflösung beschlossen

zäziwilTrotz Wahljahr: Die SP löst sich auf. Dies könnte EVP und BDP Aufwind geben. Derzeit dominiert die SVP den Gemeinderat.

Die Situation der SP Zäziwil war plötzlich prekär: Nach dem Rücktritt von Parteipräsidentin Silvia Zbinden wollte niemand mehr den Vorsitz übernehmen. Das war der Anfang vom Ende. Beda Furrer, früher parteilos und jetzt Mitglied der Zäziwiler Sozialdemokraten sagt: «Wir lösen unsere Ortspartei per 1. April auf», sagt der 47-Jährige. Es sei leider eine beschlossene Sache, gehörten der Partei doch nur noch vier Aktive und 18 Passive an. Den Hauptgrund, dass niemand mehr in eine Partei eintreten will sieht Furrer nicht beim politischen Desinteresse, sondern eher beim grossen Angebot an Freizeitaktivitäten. «Trotz weniger Mitglieder hatten wir bei den Wahlen einen grossen Stimmenanteil», so Furrer. Zusammen mit SVP und EVP hat die SP sogar eine Aktion für Mitgliederwerbung durchgeführt. «Aber es gab kein Echo.» Im Gemeinderat sitzen zwei SP-Vertreter und fünf von der SVP. Am 23. Oktober werden in Zäziwil Gemeindewahlen stattfinden. Chance für die EVP Die EVP ist nicht im Gemeinderat vertreten. Die Partei nahm 2003 an den Gemeindewahlen teil, erreichte aber knapp keinen Sitz, da der EVP-Liste gerade 15 Stimmen fehlten. «2007 fanden wir leider nicht genug Kandidaten», sagt Präsident Martin Minder. Nach der Auflösung der SP sieht er durchaus eine Chance für seine Partei. Gerade im Sozialbereich und in Familienfragen stehen sich SP und EVP nahe. Gut möglich, dass sich links Angehauchte für evangelische Kandidaten entscheiden würden. «Wir hätten gern jemanden im Gemeinderat. Es fragt sich nur, ob wir eine Liste zusammenbringen.» Eine Teilnahme an den Wahlen sei aber erst angedacht und noch keine beschlossene Sache. BDP verlor ihren Sitz Nach dem sich die BDP von der SVP abgespalten hatte, trat der damals parteilose SVP-Gemeinderat Otto Neuenschwander der BDP bei. Vor einem Jahr trat er aus gesundheitlichen Gründen zurück und die SVP erhielt den Sitz wieder. «Jetzt haben wir beschlossen, an den Wahlen teilzunehmen», sagt Peter Schär von der BDP-Ortsgruppe Zäziwil. Nach der Auflösung der SP glaubt die Partei an eine reele Chance, einen Sitz in der Exekutive zu erobern. Zwar gestalte sich die Suche nach Kandidaten nicht einfach, obschon die BDP sehr viele Sympathisanten habe. «Es ist uns aber ein Anliegen, dass die Wähler zwischen Kandidaten mehrerer Parteien wählen können», sagt Schär. Leaderin ist SVP SVP-Präsident Markus Schüpbach bedauert, dass sich die SP auflöst. Er glaubt aber, dass alle Zäziwiler Parteien am gleichen Problem kranken: «Es fehlt an Nachwuchs.» Deshalb sei die Parteizugehörigkeit der Gemeinderäte zweitrangig. «Wichtig ist, Personen zu finden, die gewillt sind, so einen Posten zu übernehmen.» Von den fünf SVP-Vertretern im Gemeinderat sind zwei parteilos. Schüpbach hofft, dass sich alle Bisherigen im Herbst wieder zur Verfügung stellen. Er hofft aber auch, «dass möglichst viele Parteien an den Wahlen teilnehmen.» Der bisherige SP-Gemeinderat Hans-Peter Schaffer ist noch nicht sicher, ob er sich im Herbst erneut der Wahl stellt. Sein Parteikollege Heinz Ramseier dagegen gab schon an der Gemeindeversammlung im Dezember bekannt, dass er nicht mehr kandidieren wird. Laura Fehlmann>

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