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Die Schulleitung als Knacknuss

Der Schulverband Untere Emme ist seit dem ersten Januar Tatsache. Offen ist aber noch die Frage der

Die Schulen der Gemeinden Bätterkinden, Utzenstorf, Wiler bei Utzenstorf und Zielebach sind seit dem 1.Januar in einem Schulverband Untere Emme zusammengeschlossen. Ein Schulverbandsrat leitet nun die Umsetzungsphase. Gewählt wurde er von den Gemeinderäten der vier Ortschaften. Er setzt sich aus sieben Personen mit Erfahrungen in Schulkommissionsgremien und Gemeinderäten zusammen. In diesen Gemeinden tätige Lehrpersonen sind im Rat keine vertreten. Präsident ist der diplomierte Schulpsychologe Urs Schuhmacher. Verteilung der Macht Gleich zu Beginn muss sich der Verbandsrat mit einer zentralen Frage auseinandersetzen. Es gilt zu klären, wie die Schulen geführt werden sollen und wer welche Kompetenzen hat. Diese Frage erwies sich bereits im Vorfeld der Gründung als Knacknuss. In Bätterkinden war die Ausgestaltung der Schulleitung gar mit ein Grund, dass der Beitritt zum Schulverband in einem ersten Anlauf abgelehnt wurde. Einige Lehrpersonen befürchteten, nicht mehr genügend Einfluss auf Entscheide nehmen können und damit einen Machtverlust hinnehmen zu müssen. Laut Schuhmacher sind zwei Führungsmodelle denkbar und werden mit den Gemeindebehörden und den Schulverantwortlichen diskutiert. Setzt der Verbandsrat eine Hauptschulleitung ein, verstärkt durch Schulleiter an den Schulstandorten, steht die Hauptschulleitung in der Hierarchie direkt unter dem Verbandsrat. Dieses System hat den Vorteil, dass die Ansprechstelle für die Behörden klar ist und dringende Entscheide auch innert nützlicher Frist getroffen werden können. Zudem liegt die Personalführung bei dieser Stelle, und der Informationsfluss wird kürzer. Das Pensum einer Hauptschulleitung kann auch auf zwei Personen aufgeteilt werden. Einzelne Schulleiter Bei der zweiten Variante sind die einzelnen Schulleiter an verschiedenen Standorten tätig und jeder für sich weisungsberechtigt. Ein Teil der Geschäfte müssen sie gemeinsam entscheiden. Dies bringt einen Mehraufwand mit sich. Der Verbandsrat bevorzugt laut Schuhmacher klar das Modell mit einer hauptverantwortlichen Ansprechperson. Und der Rat hat diesbezüglich auch die Entscheidungskompetenz. Dieser Entscheid hätte am Donnerstag gefällt werden sollen. Doch die Mitglieder zögerten. Sie wollen nächsten Mittwoch nochmals das Gespräch mit den Lehrpersonen suchen und im Anschluss entscheiden. Das weist darauf hin, dass sich einige Lehrer nach wie vor gegen das System einer Hauptschulleitung wehren. Vom Kanton her ist die Führungsstruktur nicht vorgegeben. Er wird 260 bis 270 Stellenprozente zur Finanzierung über den Lastenausgleich bewilligen. Werden zusätzliche Prozente für weitere Schulleiter eingesetzt, müssen die Kosten von den Gemeinden übernommen werden. Neue Klassen Die Schulleiter müssen die Klassenzusammensetzungen in den Schulhäusern für das Schuljahr 2010/2011 bestimmen. Sie müssen nötigenfalls einzelne Lektionen oder Schüler in andere Schulhäuser «auslagern». Frühestens in fünf Jahren wird entschieden werden, ob ein Schulhaus geschlossen werden muss. So ist es im Reglement festgehalten. Ursula Grütter >

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