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Die Schule ist jetzt in der Beiz

Vor zwei Wochen hat eine Schlammlawine das Helgisrieder Schulhaus verwüstet. Die Rüeggisberger Schulbehörden haben nun für alle Klassen eine neue Bleibe gefunden. Das zehnte Schuljahr zieht in den «Jäger» um.

Die Ferien im Schulhaus Helgisried haben dieses Jahr früh begonnen. Vor knapp zwei Wochen riss eine Schlammlawine Teile des Erdgeschosses mit sich. Während der letzten Tage des Schuljahres fand der Unterricht deshalb in provisorischen Räumen statt. Wegen Einsturzgefahr durfte der Gebäudeteil in Helgisried nicht mehr betreten werden. Nach Abklärungen durch Baustatiker konnte gestern mindestens das noch intakte Mobiliar und Schulmaterial aus dem zweiten Stock geborgen werden. Konkret handelt es sich um Material des berufsvorbereitenden zehnten Schuljahres (BVS). Es wurde durch das Fenster auf eine Hebebühne gehievt und anschliessend ein paar Hundert Meter Richtung Riggisberg transportiert. Dort bleibt es vorerst, denn ab Herbst werden die Schüler ihr zehntes Schuljahr im «Jäger» absolvieren. Demoliertes Erdgeschoss Die Schlammlawine ist in das unterste Geschoss des Helgisrieder Schulhauses gedonnert. Der Zugang zur rechten Gebäudeseite ist abgesperrt. Was vom Erdgeschoss noch übrig ist, trägt das restliche Gebäude nicht mehr. Im ersten Stock herrscht Chaos. Holzsplitter, Schulmaterial und Schlamm bedecken den Boden einen Meter hoch. Keine Frage: Hier wird in nächster Zeit kein Unterricht möglich sein. In kurzer Zeit mussten die Behörden eine Alternative für die verschiedenen Bewohner des Helgisrieder Schulhauses finden. Schnell war klar, dass die zweite bis fünfte Primarklasse ins Rüeggisberger Schulhaus ausweichen kann. Die privaten Mieter haben ebenfalls rasch neue Bleiben gefunden, als sich abzeichnete, dass sie in absehbarer Frist nicht mehr in ihre Wohnungen zurückkehren können. Nun ist als Letztes auch die Zukunft des nächsten BVS-Jahrgangs gesichert. Gemeindeschreiber Peter Zurbrügg erklärte auf Anfrage, dass die Klasse in den «Jäger» umziehen werde. Der Vertrag zwischen dem «Jäger»-Wirt und -Besitzer Erwin Kallabis und der Gemeinde läuft vorläufig für ein Schuljahr, danach wird die Lage neu beurteilt. «Jäger» wird geschlossen Die Schüler und Lehrer können in der Pause aber nicht schnell auf einen Kaffee in die Gaststube, denn das Restaurant Jäger wird im nächsten Jahr geschlossen sein. Kallabis wird mit seiner Familie dennoch weiterhin im Gebäude wohnen. Wie es im nächsten Jahr bei ihm beruflich aussieht, weiss der Wirt noch nicht. Er meinte gestern, er werde sich wohl nach einem neuen Job umsehen müssen. Martina Bisculm >

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