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Die Revanche der «Pöschteler»

FirmenfussballSechs Teams kamen am Wochenende auf die Bümplizer Bodenweid, um dort zum Abschluss der Saison das Finalturnier

20 Kollegen, die am Tag gemeinsam die Arbeit verrichten und am Abend zusammen auf dem Fussballplatz stehen. Das war einmal. Schon lange sieht die Firmenfussballwelt nicht mehr so aus. Noch 4 von 20 Spielern der SV Post/Ruag Bern arbeiten heute bei der Post. Im Team von Swiss Life Bern ist ein einziger Spieler bei der Versicherung angestellt – die übrigen Fussballer haben durch Kollegen zum Fussballteam von Swiss Life Bern gefunden, arbeiten aber woanders. Vor 80 Jahren wurde der Bernische Firmensportverband gegründet mit dem Ziel, die Kollegialität unter Arbeitskollegen zu fördern und sie dank gemeinsamen Erlebnissen zusätzlich für ihre Arbeit zu motivieren. Neben dem Regionalfussball und weiteren Freizeitbeschäftigungen geht der Firmensport heute aber häufig vergessen. Deswegen können seit den Achtzigerjahren auch Externe in Firmenteams mitspielen, weil sich immer weniger Mitarbeiter einer Firma für eine Mannschaft finden. Doch auch Firmenteams spielen im Sommer um eine Meisterschaft und um den Cup. Den Final der Aktiven zwischen der Post und Swiss Life Bern (beide Serie A) verfolgten die unterschiedlichsten Anhänger. Von der kleinen Tochter bis zum mitfiebernden Vater der beteiligten Spieler. Die Post besiegte Swiss Life Bern mit 2:0. Auch wenn es in erster Linie um den Spass geht, hat Michel Krähenbühl, Captain der Post, bei jeder Partie den Ehrgeiz, zu siegen: «Kaum stehen wir auf dem ‹Bitz›, wollen wir unbedingt gewinnen.» Hoher Besuch Bereits am Vormittag war hoher Besuch zu Gast gewesen: Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf liess es sich nicht nehmen, den Finaltag zu besuchen. «Ich komme aus einer sportbegeisterten Familie und unterstütze deshalb gerne solche Anlässe», sagte die Politikerin. 90 Minuten lang verfolgte sie den Veteranenfinal zwischen Credit Suisse Bern und «ihrem» FC Bundesfinanz, der 3:1 siegte. Weniger Aufwand Ein grosser Teil der Firmenfussballer kickte ursprünglich bei einem Fussballklub aus der Region. Wenn die Zeit in einer Regionalliga schliesslich dem Ende zugeht, betreiben viele ihr Hobby weiter in einem Firmenfussballteam. Denn dort ist der Aufwand geringer: Lediglich einmal in der Woche trainiert beispielsweise die Mannschaft von Swiss Life Bern. Hinzu kommt ein Spiel, das normalerweise unter der Woche stattfindet. So bleibt auch das Wochenende vom Fussball verschont. «Vielen Spielern ist es wichtig, dann Zeit für die Familie zu haben», erklärt Frank Plüss, Captain von Swiss Life Bern. Lea StuberResultate Seite 22>

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