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Die Pioniertat lebte nochmals auf

WengenDie Leistung der Jungfrau-Erstbesteiger wurde mit einer Sternbesteigung und einer Feier im Dorf gestern Abend ausgiebig gewürdigt. Neben zwei prmoinenten Festrednern gab es Folklore und viele Geschichten rund

Rund 500 Personen feierten die Erstbesteigung der Jungfrau vor 200 Jahren in Wengen. Der Aargauer Regierungsrat Peter C.Beyeler würdigte in seiner Laudatio die Leistung der Erstbesteiger aus seinem Kanton. Denn es waren Johann Rudolf Meyer und sein Bruder Hieronymus mit den Führern Joseph Bortis und Alois Volker, die am 3.August 1811 vom Lötschental her den Berg von Süden erklommen hatten. Die Bergsteiger waren vier Tage auf dem Gletscher unterwegs, und sie übernachteten dabei dreimal. In der Kriegszeit Bundesrat Ueli Maurer sagte, er sehe diesen majestätischen Berg aus seiner Amtsstube aus Bern bei schönem Wetter. Die Jungfrau stehe symbolisch für die Schweiz. Ein Volk werde durch die Landschaft geprägt, in der Schweiz seien es die Berge. Man sei nicht immer zufrieden gewesen. Man war der Ansicht, Berge engten ein, man wollte lieber weltoffen sein. Unterdessen habe die Meinung gekehrt. Man sei stolz auf die Berge und das Schweizer Kreuz. Moderne Bewegungen hätten oft gar nicht so viel Rückhalt, doch man sei ein Bergvolk und bleibe es offenbar auch. 1811 sei eine schwierige Zeit für die Schweiz gewesen, die Erstbesteigung hätte über den Alpinismus hinaus eine Bedeutung für die Schweiz gehabt. Militärisch sei die Schweiz am Boden gewesen durch die napoleonischen Kriege. Seine Schlussfolgerung: Auch in schwierigen Zeiten könne ein Bergvolk Grosses leisten, das sei die wahre Bedeutung der Erstbesteigung der Jungfrau. «Alles hat geklappt» Den Auftakt zur Jubiläumsfeier machte eine Sternbesteigung der Jungfrau, die durch den Bergsportausrüster Mammut mit Entscheidungsträgern aus Politik und Wirtschaft erfolgreich realisiert wurde. OK-Präsident Markus Schmied war am Ende glücklich über den geglückten Jubiläumstag. «Das Wetter hat uns lange Zeit Sorgen gemacht, aber schliesslich hat doch noch alles geklappt.»Fritz Lehmann>

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