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Die Ohnmacht des Ersatz-Chefcoachs

PlayoutDer EHC Biel hat den vermeintlichen Heimvorteil in der ersten Runde gegen Ambri-Piotta bereits verspielt. Die Tessiner siegen mit dem Fussballresultat von 1:0.

Es ist ein hektischer Samstag für die Verantwortlichen des EHC Biel: Erst wird klar, dass der an einer Lungenentzündung erkrankte Chefcoach Kevin Schläpfer sein Team im ersten Playout-Spiel gegen Ambri-Piotta nicht führen kann und deshalb Assistenztrainer Dino Stecher zu seiner Premiere als NLA-Headcoach kommt. Wegen eines Todesfalls in der Familie steht auch Stammgoalie Reto Berra nicht zur Verfügung. In Anbetracht dieser unglücklichen Vorzeichen liefert das Bieler Ensemble gegen die ultradefensiv aufspielenden Tessiner einen beherzten Kampf, doch unter dem Strich ist das zu wenig, um gegen das spielerisch bescheidene Ambri zum erwünschten Startsieg zu kommen. Die Gäste setzen sich 1:0 durch. Tadelloser Marco Streit Am Ende dieses ersten Existenzkampfes muss die aus Bieler Sicht betrübliche Feststellung gemacht werden, dass die Partie nicht im Coachingbereich und schon gar nicht in der Defensive «vergeigt» worden ist. Berra-Ersatz Marco Streit, der erstmals in einer Playout-Partie zwischen den Pfosten stand, hielt grossartig und war mit Abstand der beste Bieler. «Ich hätte lieber fünf Gegentreffer kassiert und dafür 6:5 gewonnen», meinte Streit nach der aus seiner Sicht «in der Offensive verpatzten Partie, weil wir selbst bei sechs Tessiner Ausschlüssen kein Tor zustande brachten». «Zielstrebiger aufs Tor» Für Ersatz-Chefcoach Dino Stecher war klar, dass seine Equipe nicht am defensiven System gescheitert war. «Vor dem gegnerischen Tor waren wir zu harmlos und zu verspielt. Wir müssen entschlossener auftreten und im Slot härter arbeiten», kritisierte Stecher das Verhalten seines Teams in der Offensive. Der langjährige NLA-Torhüter hatte übrigens vor dem Spiel und während der beiden Drittelpausen telefonischen Kontakt mit dem erkrankten Kevin Schläpfer, der für den zweiten Match von morgen wieder auf dem Damm sein sollte. Ungenügende Ausländer Kein Verlass war im ersten Duell gegen die Tessiner auf die Ausländer im Team der Seeländer. Solid spielte einzig Verteidiger Brendan Bell. Ausfälle waren dagegen die drei Stürmer: Eric Beaudoin (er kassierte drei Zweiminutenstrafen und sass beim spielentscheidenden Treffer von Erik Westrum als Zuschauer auf der Strafbank). Topskorer Ahren Spylo gab einige Male seine enorme Schusskraft zum Besten, doch sein Gesamtauftritt fiel ebenfalls sehr bescheiden aus. Und auch dem ehemaligen SCB-Leader Sébastien Bordeleau, der nach einer langwierigen Fussverletzung nicht mehr auf Touren kommt, missriet während der 60 Minuten praktisch alles. René Hug>

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