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Die Nummer 1 macht satt und glücklich

BananenIn unserer Küche spielen die gelben Früchte selten die Hauptrolle. Höchste Zeit, das zu ändern.

Sie ist die absolute Nummer 1 in der Früchteabteilung von Lebensmittelläden. Und das nicht nur, weil der Knopf über der Waagschale meist diese Nummer trägt. Letztes Jahr wurden in der Schweiz beispielsweise allein bei Coop über 130 Millionen Stück Bananen verkauft. Und doch spielt die Banane, die botanisch gesehen die Rebe eines riesigen Krauts ist, in hiesigen Küchen eigentlich eine ziemlich unwichtige Rolle. Man verspeist sie, wenn man einen Hungerast hat und sich möglichst schnell satt fühlen will. Das höchste aller Gefühle für eine Banane ist vielleicht noch, wenn sie sich nackt für einen Bananensplit auf den Dessertteller legen darf. Bananen machen fröhlich Dabei sagt man der ehemaligen Luxusfrucht nach, sie sei ein Gute-Laune-Lebensmittel, weil sie ein optimales Verhältnis von Kohlenhydraten und L-Tryptophan enthält. Diese Aminosäure hilft im Gehirn dabei, das körpereigene Glückshormon Serotonin auszuschütten. Und: Bananen machen übrigens entgegen der weit verbreiteten Irrmeinung keineswegs dick. In 100 Gramm stecken gerade mal knapp 100 Kilokalorien, also etwa gleich viel wie in derselben Menge Magerquark. Während man in südlichen Ländern ein ganzes Dutzend verschiedener Bananensorten im Angebot findet, beschränkt sich die Auswahl hierzulande vielleicht mal auf normale oder Biobananen. Manchenorts findet man auch Baby- oder Gemüsebananen, die erst gekocht werden müssen, damit sie auch geniessbar sind. Reizvolle Dessertfrucht Tatsache aber ist, dass sich mit dem gelben Muntermacher in der Küche so einiges anstellen lässt. Die Berner «Gault Millau»-Köchin Florina Manz etwa ist ganz versessen auf die krumme Frucht. Sie stellt damit zum Beispiel ein köstliches Bananen-Tiramisù her oder eine Bananen-Zitronen-Tarte. Cuisinier Werner Tobler vom Restaurant Braui in Hochdorf kleidet die Banane in einen feinen Knuspermantel. «Das ist eine Art knuspriger Banana-Split, nur besser.» Gebacken wird die Banane im Brikblatt, das ist ein hauchdünner blättriger Teig aus der orientalischen Küche. Diesen bekommt man in tunesischen oder marokkanischen Läden und erfreulicherweise immer öfter auch in grossen Lebensmittelläden. Die australische Kochbuchautorin Donna Hay stellt mit Bananen, die sie zerquetscht, ein Brot her. Ideal für einen Brunch oder für eine sättigende Mahlzeit unterwegs. Bananen zum Hauptgang Doch es muss keineswegs immer nur ein Dessert sein. Die Banane ist gerade in der karibischen oder asiatischen Küche ein höchst angenehmer Begleiter bei einem Hauptgang. Aus Gemüsebananen lassen sich zum Beispiel Tostones herstellen, das wohlschmeckende karibische Pendant zu unseren Kartoffelchips. Florina Manz kombiniert die Bananen mit Reis, Ananas und Kartoffeln zu einem köstlichen Eintopf (siehe Rezept rechts) oder als Kartoffel-Bananen-Gemüse zu einem Honig-Pouletbrüstchen. Wer einige dieser Gerichte probiert hat, weiss, dass die Banane definitiv einiges mehr hergibt, als einfach nur so aus der Schale gegessen zu werden. Silvia Schaub >

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