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Die Negativserie hält weiter an

Die SCL Tigers haben

Die SCL Tigers hatten nach dem Meisterschaftsunterbruch über Weihnachten und Neujahr in mehr als der Hälfte der verlorenen Spiele mit ihren mehr oder weniger emotionslosen Auftritten enttäuscht. Diesen Vorwurf konnte man ihnen in der Doppelrunde gegen Gottéron (1:3 am Freitag) und Biel (2:3 am Samstag) nicht machen. Sie kämpften unermüdlich und gaben nie auf, hielten beide Partien bis zuletzt offen und blieben dennoch ohne einen einzigen Punktgewinn. «Das ist ganz, ganz bitter», sagte Adrian Gerber, der Langnauer Torschütze zur frühen 1:0-Führung gegen Biel, mit leiser Stimme. «Wir wollten uns vor eigenem Publikum für die vorangegangenen enttäuschenden Leistungen rehabilitieren. Ich bin der Meinung, dass uns das auch gelungen ist. Das Resultat allerdings fiel ein weiteres Mal negativ aus.» Genug Chancen zum Sieg Die SCL Tigers befanden sich gegen Biel auf dem Weg zum ersten Erfolgserlebnis seit dem 3:0-Erfolg am 22.Dezember in Ambri. 42 Minuten lang lagen sie mit 1:0 und 2:1 in Führung. Doch in den letzten zwölf Minuten des hart umkämpften, aber auf einem bescheidenen Niveau stehenden Derbys gelang den Seeländern mit zwei Toren innerhalb von nur 130 Sekunden die Wende. Die vierte Niederlage der Emmentaler in dieser Saison gegen die Bieler war nicht zwingend. Das wusste auch Adrian Gerber: «Wir haben genug Chancen herausgespielt, um unsere Niederlagenserie endlich zu beenden. Aber die Chancenauswertung ist und bleibt unsere grosse Schwäche. Sie hat uns erneut einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht.» Zwei Schlüsselszenen bestimmten den Verlauf und den Ausgang des Spiels entscheidend: Kurz nach der ersten Pause vergab das Duo Simon Moser/Fabian Sutter bei einem Konter in Unterzahl allein vor Biels Torhüter Reto Berra eine nicht wiederkehrende Chance zum 2:0. Im Gegenzug nutzte Thomas Nüssli die zweite Powerplaychance der Bieler zum 1:1-Ausgleich. Und wenig später brachte Fabian Sutter die Gastgeber mit 2:1 zum zweiten Mal in Führung. Bei diesem Spielstand hätten die Langnauer auf Grund ihres Chancenplus mit einem dritten Tor für die Differenz sorgen müssen. Aber nach einigen vergebenen Möglichkeiten zum 3:1 waren es die kaltblütigeren Bieler, die in Unterzahl das 2:2 und kurz danach auch noch den 3:2-Siegestreffer erzielten. «Die Bieler», fasste Adrian Gerber zusammen, «haben aus weniger mehr gemacht. Sie haben unsere Fehler kaltblütig ausgenutzt.» Conz will in Langnau bleiben Die SCL Tigers sind in den letzten Wochen unter ihrem Niveau geblieben und haben damit die Mitte Dezember noch bestehenden Playoff-Chancen vergeben. Die Torproduktion war in den letzten acht Spielen so schwach wie noch nie unter der Führung von Headcoach Christian Weber. Wer wie die Langnauer lediglich zehn Tore in acht Partien erzielt, darf sich über nichts wundern. Ein weiterer Schwachpunkt ist das Powerplay. Gegen Biel bemühten sich die Gastgeber während 14 Minuten vergeblich um einen Treffer in Überzahl – im Gegenteil, sie kassierten den 2:2-Ausgleich durch Sebastien Bordeleau mit einem Mann mehr auf dem Eis. Zehn Minuten vorher hatte SCL-Tigers-Goalie Benjamin Conz, ebenfalls gegen Bordeleau, bereits einen ersten Shorthander verhindert. Der beste Torhüter der U20-WM in Kanada hat sich entschieden, auch nächste Saison für die Emmentaler zu spielen. Voraussetzung ist, dass diese in der NLA bleiben und Chris McSorley, der Headcoach, Manager und Besitzer von Servette, damit einverstanden ist. Benjamin Conz steht bei den Genfern bis 2013 unter Vertrag.Werner HallerTelegramm/Tabelle Seite 14>

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