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Die Logik spielt bei den Tigers mit

Die SCL Tigers verlieren auswärts gegen die Kloten Flyers nach einer guten Leistung ein weiteres Mal nur knapp mit 4:5. In dieser Verfassung können sie das morgige Heimspiel gegen Ambri gewinnen und auf Platz 10 vorstossen.

Wenn es ein «logisches» Resultat in der laufenden Meisterschaft gibt, dann ist es sicherlich das 5:4 der Kloten Flyers gegen die SCL Tigers. Weshalb? In der Kolping Arena standen sich die Mannschaft mit den meisten Siegen mit einem einzigen Tor Unterschied (Kloten 9) und das Team mit den meisten Niederlagen mit einem einzigen Tor Differenz (SCL Tigers 8) direkt gegenüber. So gesehen konnten die Punkte ja gar nicht anders als mit der minimalsten aller Entscheidungen verteilt werden. Und dabei gingen die Emmentaler einmal mehr leer aus. SCL Tigers-Stürmer Matthias Bieber wie Verteidiger Eric Blum, Pikettspieler der Schweizer Nationalmannschaft für den Deutschlandcup in der ersten November-Woche, sprach nach dem ausgeglichenen und bis zuletzt spannenden Spiel von einer weiteren bitteren Niederlage: «Wir haben eine gute bis sehr gute Leistung gezeigt, die jedoch im Ergebnis nicht zum Ausdruck kommt. Wir haben den Vizemeister herausgefordert und hätten den einen oder andern Punkt verdient. Nach 60 Minuten ging die Rechnung aber nur für unseren Gegner auf: Ein Tor und drei Punkte mehr für die Kloten Flyers. Das ist das Einzige, was zählt.» Biebers tolle Doppelrunde Matthias Bieber hat persönlich die erfolgreichste Doppelrunde im Dress der SCL Tigers hinter sich. Gegen Zug (5:0) und die Kloten Flyers (4:5) erzielte der pfeilschnelle Zweiwegstürmer drei Tore und zwei Assists und bildete zusammen mit Brendan Brooks (1/4/5) und dem zu Davos wechselnden Oliver Setzinger (1/2/3) die herausragende Angriffslinie. Wenn Matthias Bieber und seine ausländischen Flügel auch im morgigen Heimspiel gegen Ambri, dem letzten von Setzinger, so produktiv spielen, dann ist ein Dreipunktesieg durchaus möglich. «In der letzten Woche mit den Spielen gegen die ZSC Lions, Zug und Kloten zeigten wir eine aufsteigende Tendenz», findet Matthias Bieber. «Wenn wir diesen positiven Trend gegen Ambri bestätigen können, dann werden es die Leventiner schwer haben.» Ganz besonders, wenn die vierte Linie mit Lukas Haas (gegen Zug und Kloten 1 Tor/1 Assist/2 Punkte/+ 2), Adrian Gerber (0/1/1/+1) und Aurelio Lemm (1/1/2/+ 2) nochmals so solid spielt wie in der Doppelrunde vom Wochenende. Der Schlüsselspieler dieser Linie ist Adrian Gerber, der morgen auch noch gegen Ambri spielen wird und über dessen Zukunft danach mit dem EHC Basel gesprochen wird. Klar ist nach Gerbers Comeback: Er ist mit seinen defensiven Qualitäten und seiner kämpferischen Spielweise mit sehr viel Herz der geborene Viertlinienstürmer eines NLA-Teams und bringt diesem mehr als in der (ungewohnten) Leaderrolle einer NLB-Mannschaft. Der Umgang mit knappsten Niederlagen ist etwas vom schwierigsten. Die SCL Tigers haben in dieser Beziehung gegenüber den vorangegangenen Wochen mit aufkommenden Resignationserscheinungen Fortschritte erzielt. «Andernfalls», sagt Matthias Bieber, «hätten wir nicht so gekämpft wie in Kloten. Wir haben nie aufgegeben, auf sämtliche Gegentore positiv reagiert, ein 0:1, ein 1:2 und ein 2:4 aufgeholt.» Die Langnauer konnten die siebte Niederlage in Serie in Kloten auch deshalb nicht verhindern, weil eben nicht jedes Spiel nahezu so perfekt verläuft wie jenes am Vorabend zuhause gegen Zug (5:0): 2:0 Tore im Spiel 5 gegen 5, 3:0 Tore im Powerplay, 0:0 im Boxplay und ein 33-Schuss-Shutout von Torhüter Benjamin Conz. Der 18-jährige U20-Nationalgoalie verlor gegen Kloten, dem verletzungsbedingt sechs Verteidiger fehlten, beim vierten Gegentreffer durch Frédéric Rothen (wie Conz von Ajoie) erstmals in seinen vier Spielen für die SCL Tigers den Puck aus den Augen. Trotz den fünf Gegentoren in Kloten stehen die Werte von Benjamin Conz aber noch immer bei ausgezeichneten 92,5 Prozent (Abwehrquote) und 2,78 (Gegentordurchschnitt). Werner HallerTelegramm Seite 16>

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