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Die Hierarchie ist wiederhergestellt

1.-Liga-EishockeyUnterseen-Interlaken hat das Derby gegen Thun klar mit 9:2 gewonnen. Vor etwas mehr als einem Jahr hatte Thun in Matten mit dem gleichen Resultat triumphiert.

Am 10.Oktober 2009 gewann der EHC Thun das Auswärtsspiel beim SC Unterseen-Interlaken mit 9:2. Die Stärkeverhältnisse im Oberland waren auf den Kopf gestellt worden. Der Spitzenklub Unterseen-Interlaken hatte gegen das in den Jahren zuvor meist in der unteren Tabellenhälfte klassierte Thun eine Niederlage in fast zweistelligem Ausmass hinnehmen müssen. 399 Tage sind seither vergangen, die Geschehnisse vom Herbst 2009 sind längst in die Statistiken der Regio League eingegangen, und die ursprüngliche Hierarchie ist wiederhergestellt worden. Beim EHC Thun musste nach zahlreichen Abgängen im letzten Frühling ein Neuaufbau eingeleitet werden. Die verjüngte Mannschaft ist auf dem zweitletzten Platz klassiert. Mit Mike Geng, Roland Stähli und Pascal Zürcher wechselten gleich drei Spieler zum gestrigen Gegner, der sich im Verlauf der letzten Saison noch bis in die Playoff-Halbfinals vorstiess und dort am späteren Finalsieger Huttwil Falcons scheiterte. In der Saison 2010/11 gehört Unterseen-Interlaken zu den Teams der erweiterten Spitze. Besonders stark agieren die Oberländer in der Offensive. In den letzten vier Spielen gegen Kontrahenten aus der unteren Tabellenhälfte haben sie nicht weniger als 37 Tore erzielt. Die Geschichte des gestrigen Spiels ist rasch erzählt. Thun, das am letzten Mittwoch mit dem 3:2 gegen Lyss durchaus seine Fortschritte bewiesen hatte, kam motiviert aus der Garderobe und setzte in den ersten Spielminuten den favorisierten Gegner unter Druck. Die 1:0-Führung durch Alain Müller war verdient. Unterseen-Interlaken erhöhte jedoch danach die Kadenz, und schon liefen die Thuner der Scheibe und den Gegenspielern nur noch hinterher. Die derzeit treffsicheren Unterseen-Stürmer nützten die sich ihnen bietenden Chancen konsequent aus und entschieden das Spiel bereits im ersten Drittel zu ihren Gunsten. 5:1 nach 20 Minuten, 7:1 nach 22 Minuten: Das Resultat liess an Deutlichkeit nicht zu wünschen übrig. Thun stabilisierte sich Dass es am Ende für die Gäste keine noch höhere Niederlage absetzte, lag an zweierlei Dingen. Zum einen vermochte sich Thun nach dem 1:7 zu stabilisieren und das Geschehen ausgeglichener zu gestalten. Zum anderen agierte Unterseen vor dem gegnerischen Tor nicht mehr so konsequent wie zuvor. Angesichts des klaren Vorsprungs war das auch nicht mehr unbedingt nötig. Die Fans der Gastgeber verlangtem kurz vor Schluss nach einem «Stängeli» und erhielten es nur knapp nicht. Den letzten Treffer für Unterseen erzielte Verteidiger Gabriel Bracher in der 56.Minute. Mit 9:2 gewann Unterseen-Interlaken das Spiel. Exakt mit jenem Resultat, mit dem Thun vor etwas mehr als einem Jahr im Eissportzentrum Bödeli in Matten triumphiert hatte. Die Zeiten haben sich geändert. Unterseen-Interlaken ist wieder die unangefochtene Nummer 1 in der Berner Oberländer Eishockeyszene geworden. Reto Pfister>

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