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Die Halle wartet auf die Schule

bätterkindenNun soll zuerst die Schule ihre Bedürfnisse äussern: Die Gemeinde stimmt unter Umständen nochmals über ihr millionenschweres Turnhallenprojekt ab.

Zurück auf Feld eins? Nein, davon, dass Bätterkinden mit dem Turnhallenprojekt wieder ganz von vorne beginnen müsse, wollte Daniel Zimmermann nichts wissen. Genau diese Befürchtung hatte er zuvor aus der Mitte der Gemeindeversammlung gehört. – «Wir gehen davon aus», erwiderte der fürs Bauwesen verantwortliche Gemeinderat nun, «dass wir gewisse Sachen aus dem heutigen Projekt weiter verwenden können.» Und doch sagte er auch: «Es wird wohl auf eine weitere Abstimmung hinauslaufen.» Das Vorhaben werde wohl «nicht mehr tel quel umgesetzt». Eine Energieschleuder Fast auf den Tag zwei Jahre ist es her, dass Bätterkinden an der Urne Ja zum Ausbau der Turnhalle in der Dorfmatt gesagt und dafür 6,5 Millionen Franken bereitgestellt hat. Mit diesem Geld sollten die bestehende Halle im Parterre saniert sowie das alte Obergeschoss abgerissen und durch einen neuen Kubus für gleich zwei Hallen ersetzt werden. Die Behörden wollten so der Platznot begegnen, über die die Schule und die Vereine gleichermassen klagen. Dazu kam, dass der Altbau nur den Standards aus den 1960er-Jahren entspricht und als wahre Energieschleuder gilt. Generell über die Bücher Allein, heute ist von diesen grossen Plänen noch immer nichts umgesetzt. Dabei hätten die Bauarbeiten im letzten Frühling beginnen und im nächsten Sommer enden sollen. Aber eben, unvermittelt geriet das Projekt ins Stocken. Weil das Submissionsverfahren nicht rund lief und ein beteiligter Architekt beim Statthalter Beschwerde erhob. Und weil der Gemeinderat daraufhin die Sache stoppte und grundsätzlich über die Bücher ging. Dabei ist es bis heute geblieben, «das Projekt ist nach wie vor sistiert», so Zimmermann weiter. Inzwischen sei nämlich auch klar, dass die Gemeinde die Hallenfrage nicht isoliert von den übrigen Bedürfnissen der Schule angehen könne. Räume für neue Angebote wie den obligatorischen Kindergarten, die Tagesschule oder die Schulsozialarbeit seien im Gebiet der ganzen Schule Untere Emme gefragt, ergänzte Urs Schuhmacher für den für Bätterkinden, Utzenstorf, Wiler und Zielebach verantwortlichen Schulverband – vor diesem Hintergrund, so wieder Gemeinderat Zimmermann, mache es Sinn, den Verband zuerst seine Bedürfnisse klären zu lassen. Das werde nun passieren, und gestützt auf diese Erkenntnisse werde Bätterkinden anschliessend sein Hallenprojekt anpassen. Dass Bätterkinden trotz alledem im Investitionsprogramm 2012 für das Vorhaben 500000 Franken eingestellt hat, begründeten die Behörden damit, «dass wir flexibel bleiben wollen». Allerdings werde man kaum den ganzen Betrag brauchen. Das Geld tauche in den Planungen vor allem auch deshalb auf, weil der Urnenbeschluss vom Herbst 2009 nach wie vor gelte. Dieser Mechanismus spiele auch für die Folgejahre mit Tranchen von 3 Millionen und 2,8 Millionen. Ein Nachkredit Die bisherigen Projektkosten schlagen mit gut 200000 Franken zu Buche. Weil das mehr ist als seinerzeit bewilligt, wird der Gemeinderat einen Nachkredit sprechen und die gesamte Summe dem fakultativen Referendum unterstellen.Stephan Künzi>

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