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Die Grünliberalen überraschen

MurtenDie Grünliberalen ziehen in den Gemeinderat Murten ein. Sie holten einen Sitz auf Kosten der FDP. Jann Fahrni erhielt den Vortritt von Thomas Stulz, der gleich viele Stimmen erhalten hatte.

In Murten endeten die gestrigen Gemeinderatswahlen mit einer veritablen Überraschung: Die Grünliberale Partei (GLP), die erstmals zu den Wahlen antrat, eroberte auf Anhieb einen Sitz. Der Sitzgewinn geht zulasten der FDP, die den frei werdenden Sitz der abtretenden Stadtpräsidentin Christiane Feldmann nicht halten konnte. Damit ist die FDP mit neu nur noch zwei Sitzen im Gemeinderat nicht mehr die stärkste Partei, sondern gleich stark wie die SP. Diese konnte ihre beiden Sitze ebenso verteidigen wie die CVP und die SVP, die weiterhin mit je einem Gemeinderat vertreten sind. Neben Jann Fahrni wurde Alexander Schroeter (SP) neu in den Gemeinderat gewählt, die Bisherigen Andreas Aebersold (FDP), Christian Brechbühl (FDP), Peter Huber (CVP), Ursula Schneider und Käthi Thalmann (SVP) wurden wiedergewählt. Patt mit Stulz In den Reihen der Grünliberalen herrschte Feststimmung: «Das ist ein super Resultat», sagte Co-Präsident Martin Leu. «Wir haben auf dieses Resultat gehofft, durften aber nicht damit rechnen.» Für ihn sei das Resultat Ausdruck des Willens der Wähler für eine Veränderung. Nun gehe es darum, das Vertrauen der Bürger zu rechtfertigen und in Murten eine nachhaltige grünliberale Politik zu betreiben. Dafür verantwortlich ist der neue GLP-Gemeinderat Jann Fahrni, der sich über seine Wahl freute: «Ich habe meine Wahlchancen auf etwa 50 zu 50 eingeschätzt», sagt 46-jährige Architekt. Er freue sich nun, seine Fähigkeiten und Ideen in den Rat einzubringen. Mit der Bekanntgabe des Resultats stand die Wahl Fahrnis noch nicht fest: Da er mit 367 Stimmen genau gleich viele erhielt wie der zweite GLP-Kandidat Thomas Stulz, mussten die beiden im Wahlbüro antreten. «Wir mussten uns absprechen, wer die Wahl annimmt», sagt Fahrni. Stulz habe sich bereit erklärt, auf die Wahl zu verzichten. «Er hat noch viele andere Projekte und hat mir deshalb den Vortritt gelassen», so Fahrni. Die Partei habe den Entscheid den Kandidaten überlassen. Bei der FDP als Wahlverliererin herrschte gestern Katerstimmung. «Die Enttäuschung ist gross, da gibt es nichts zu beschönigen», sagte FDP-Präsidentin Christine Jakob. Sie sei vor allem enttäuscht, dass viele Parteimitglieder nicht die unveränderte Liste in die Urne gelegt hätten. «Aber wir müssen das Resultat akzeptieren, das Wahlvolk entscheidet.» Wer wird Stadtpräsident? Über die Vergabe des Stadtpräsidiums entscheiden in Murten nicht die Wähler, sondern der Gemeinderat. Da es mit der neuen Sitzverteilung keine Mehrheitspartei mehr gibt, ist die Nachfolge von Christiane Feldmann völlig offen. In Frage kommen aber normalerweise nur Bisherige. Der Entscheid wird an der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats fallen. Alles beim Alten in Kerzers Keine Sitzverschiebungen gab es in Kerzers, obwohl mit der BDP eine neue Partei auftauchte. Dieser blieb nur der letzte Platz. Die FDP bleibt die stärkste Kraft und verteidigte ihre drei Sitze. Mit Barbara Siegrist wurde jedoch eine amtierende Gemeinderätin abgewählt. luk/mk>

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