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Die Frau, die bei der Brücke lebt

In einer Baracke oberhalb der alten Schwarzwasserbrücke lebt seit einigen Jahren eine Frau. Die «Grabenhexe», wie sie

Sie wird als ungepflegte, hinkende Frau zwischen 40 und 50 Jahren beschrieben. Seit einigen Jahren lebt sie in einem Bretterverschlag unweit der alten Schwarzwasserbrücke. Vor dem Häuschen, das früher ein Kiosk war, hat sie Steine zu einem kunstvollen Mosaik zusammengestellt. Neben dem Eingang hängt eine gestrickte Puppe an der Wand. «Grabenhexe» oder auch «Schwarzwasserfee» heisst die Frau im Volksmund. Sie ist weit herum bekannt, viele Leute haben sie schon gesehen. Normalerweise gehe sie täglich im Lädeli in Mittelhäusern einkaufen, ist dort zu vernehmen. Man habe einen guten Kontakt zu der Frau, sie sei aber sehr verschlossen und scheu. «Alles ist voller Müll» Die Baracke gehört Walter Maurer, dem Wirt des Restaurants Schwarzwasserbrücke. Er toleriert die Frau, hat sie aber gebeten, nicht mehr in seinem Restaurant aufzutauchen. «Sie stinkt», so Maurer. Aber so lange sie niemandem zur Last falle, dürfe sie im Bretterhäuschen leben. Maurer findet jedoch, dass die Gemeindebehörden von Wahlern einmal nach dem Rechten sehen sollten: «Die hygienischen Bedingungen sind miserabel, alles ist voller Müll.» Ausserdem habe es im Häuschen Ratten und Mäuse. Maurer sorgt sich auch um die Leute, die im Sommer am Schwarzwasser baden und picknicken gehen. «Es ist ihr freier Wille» Andreas Burren, SVP-Gemeinderat in Wahlern, sieht nicht die Gemeinde, sondern den Barackenbesitzer in der Pflicht: «Ich habe ihm vor zwei Jahren mitgeteilt, dass er die Behausung räumen soll. Passiert ist nichts», sagt er gegenüber Bernerzeitung.ch. Laut Burren erhält die Frau Unterstützung vom Sozialdienst der Stadt Bern. Akuten Handlungsbedarf sieht er trotz des nahenden Winters keinen. «Es ist ihr freier Wille, in dieser Baracke zu leben», sagt er. «Also muss sie auch die Konsequenzen tragen.» Anna Tschannen/sar>

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