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Die erste Sturmlinie erzielt alle Tore

EishockeyDer SC Bern hat die spielerisch überlegenen ZSC Lions 3:2 geschlagen. Heute tritt der SCB in Freiburg an.

Antti Törmänen, der Chefcoach des SC Bern, durfte nach dem 3:2 gegen die ZSC Lions erfreut feststellen, «dass wir einen Weg fanden, zu gewinnen, obwohl die Zürcher aktiver waren. Sie erlebten diesmal, was uns in letzter Zeit mehrmals widerfahren war.» Für den SCB hatte die NLA-Partie optimal begonnen: Jean-Pierre Dumont, zuletzt gegen die Rapperswil-Jona Lakers überzählig gewesen, sorgte für einen Paukenschlag. Nach nur 25 Sekunden brachte er den Gastgeber in Führung – dank gütiger Mithilfe von Lukas Flüeler. Der Lions-Goalie hatte, neben dem Gehäuse stehend, die von der Bande zurückprallende Scheibe verfehlt. Dumont musste den Puck nur noch ins leere Tor schieben. Anstelle Dumonts musste gestern Landsmann Travis Roche zuschauen. Der Kanadier klagt wieder über heftige Knieschmerzen. Offenbar ist Roches Verletzung gravierender als anfänglich angenommen. Jedenfalls hat sich der SCB in den letzten Tagen um einen Ersatz bemüht – mit Erfolg: Der Vertrag ist zwar noch nicht unterschrieben, aber Geoff Kinrade soll in den nächsten Tagen zum Team stossen. Der für den HC Pilsen tätige Kanadier verfügt freilich über andere Qualitäten als der zuweilen geniale Regisseur Roche. Kinrade ist jedenfalls nicht dafür bekannt, in der Offensive Akzente zu setzen. In der tschechischen Liga liess er sich in 34 Partien nur 1 Tor und 4 Assists gutschreiben. In der vergangenen Saison hatte der Verteidiger in der American Hockey League für die Binghamton Senators in 101 Spielen 30 Punkte gebucht. Die SCB-Verantwortlichen dürften vom 26-Jährigen in erster Linie erwarten, dass er die Abwehr stabilisiert. Wenig Spielkunst Allerdings könnte die Mannschaft Törmänens auch im Angriff neue Impulse gebrauchen. Jedenfalls glänzten die Berner gestern weder mit Spielkunst noch mit Durchschlagskraft; die Schussstatistik lautete am Schluss 44:24 zugunsten der Gäste. Trotzdem holte der SCB die drei Punkte. Das hatte ausser der Ineffizienz der Löwen weitere Gründe: Einerseits schirmten die Berner Goalie Marco Bührer in Unterzahl hervorragend ab, anderseits agierte Flüeler auch beim 2:0 durch Joël Vermin etwas unglücklich – genau wie kurz darauf Bührer beim Weitschusstreffer von Steve McCarthy. Für den Höhepunkt aus Berner Sicht sorgte Topskorer Byron Ritchie mit einem schönen Solo, das er mit einem Hocheckschuss veredelte – mit der Backhand notabene. Die Linie mit Dumont, Ritchie und Vermin sorgte also für alle drei Tore. «Es macht Spass, in dieser Zusammensetzung zu spielen. Die beiden verfügen über NHL-Erfahrung, ich kann von ihnen viel lernen», sagte Vermin. Trotz zwischenzeitlicher 3:1-Führung gerieten die Berner arg ins Zittern. «Am Ende hatten wir das Nervenflattern und ermöglichten dem ZSC zu viele Chancen», gab Vermin zu. Der Flügel freut sich auf den heutigen Auftritt «im Hexenkessel von Freiburg. Es werden mehr Emotionen im Spiel sein, aber wir müssen die Ruhe bewahren». Gegen Gottéron fehlen wird höchstwahrscheinlich Thomas Déruns. Der Flügel wurde gestern im letzten Drittel aufgrund von Schmerzen im Bereich der Adduktoren nicht mehr eingesetzt. Adrian Ruch>

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