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Die erbosten Lehrer greifen die Politiker an

MünchenbuchseeWeil die Sekundarlehrer glauben, dass ihnen die Parlamentarier ins Handwerk pfuschen, attackieren sie die Lokalpolitiker.

Die Buchser Sekundarlehrer sind erbost, weil sie glauben, dass ihnen die Lokalpolitiker ins Handwerk pfuschen. Im Parlament von Münchenbuchsee formulierte Sekundarschulleiter Urs Blattner (FDP) mit einer ungewohnt scharfen «persönlichen Erklärung», was ihn und seine Kollegen so wütend macht. Der Hintergrund: Buchsi bekommt ein neues Schulreglement. Münchenbuchsee hat damit keine eigene Quarta mehr. Die jungen Gymnasiumseinsteiger konnten die unterste Klasse bisher an der Sekundarschule im Dorf besuchen. Jetzt müssen die Kinder für den gesamten Gymer nach Bern. Die Lehrerschaft hat dies nur widerwillig akzeptiert. Weit mehr erbost hat die Pädagogen jedoch, dass ihnen die Politiker Mehrjahrgangsklassen aufzwingen, ein Konzept, bei dem unterschiedlich alte Kinder gemeinsam lernen. Mit dem Beginn des Schuljahrs 2014 müssen alle Reallehrer nun in solchen gemischten Klassen unterrichten. «Wir sind nicht grundsätzlich gegen dieses System, aber wir sind erbost, dass man uns ein pädagogisches Konzept aufzwingt, ohne uns zu befragen», so Urs Blattner. In der Lehrerschaft brodle es dermassen, dass eine Lehrkraft gekündigt habe, erklärt er. «Unter solchen Bedingungen sehe sie hier keine Perspektiven.» Urs Blattner befürchtet eine Lücke in seinem Kollegium: «Bisher haben wir die Stelle nicht besetzen können.» pst >

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