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«Die Bergbahn-Branche ist tendenziell gesünder»

BBB-VersammlungEinigen Bergbahnen hat der letzte Winter zugesetzt. Generell geht es den Berner Bergbahnen aber nicht schlecht. So das Fazit an der Versammlung auf dem Männlichen.

Den Berner Bergbahnen (BBB) gehe es gegenüber 2006 tendenziell besser, hielt Verbandspräsident Christoph Egger an der Delegiertenversammlung des Verbandes im Berggasthaus Männlichen fest. Das vergangene Jahr habe aber die Spreu vom Weizen getrennt. «Der Winter 2010/2011 belohnte jene Unternehmen, die in den letzten Jahren gross in Beschneiungsanlagen investierten. Wer dies aus finanziellen Gründen nicht konnte und auf den Wintertourismus angewiesen ist, lief in den Hammer.» Innert vier Jahren sei die beschneite Pistenfläche von 20 auf 31 Prozent erhöht worden. Dies zur Hauptsache in den grossen Winterdestinationen. Doch das Pistenangebot sei insgesamt eher kleiner geworden, sagte Egger. «Während die Beschneiung ausgebaut worden ist, wurden andere Pisten zum Teil geschlossen – das ist ökologisch auch sinnvoll.» Die Zahl der BBB-Mitglieder ist seit 2006 von 55 auf 61 gestiegen. An der gestrigen Versammlung wurden weitere 6 Bahnen aufgenommen. 271,5 Millionen Franken betrug 2010 der Gesamtumsatz der BBB-Unternehmungen. Davon fielen 43 Prozent auf den Sommerbetrieb, 57 Prozent auf den Winter. «Pflästerli» nicht gefragt Die Branche brauche in Krisen keine kurzfristigen «Pflästerli» in Form von öffentlichen Geldern, sondern verbesserte Rahmenbedingungen, wurde an der Versammlung betont. Die Bergbahnen stünden bei neuen Projekten stets im Verdacht, Umweltzerstörer zu sein. «Und das nicht bei den Umweltverbänden, sondern bei den Behörden», erklärte Präsident Egger. Die Überreglementierung verzögere Neuinvestitionen und die Umsetzung kreativer Ideen. Vizepräsident Markus Hostettler bestätigte: «Die Regulierungswut der Behörden beschert uns mehr Papier, als wir zu lesen in der Lage sind.» IG Flughafen Belp unterstützt Markus Hostettler präsentierte den Delegierten die Verbandsrechnung, die mit gut 30000 Franken im Minus abschliesst. Dabei fielen 25460 Franken unter «Diverse Aufwendungen» auf. «Der Vorstand hat einen einmaligen Beitrag an die Interessengemeinschaft des Flughafens Bern-Belp beschlossen, der für das Oberland ein wichtiger Zubringer von Touristen ist», erklärte Hostettler dazu. Die Delegierten goutierten die Rechnung oppositionslos und genehmigten auch das Budget, das einen Verlust von 9000 Franken vorsieht. Daniel Zihlmann (Gondelbahn Grindelwald Männlichen) wurde im Vorstand für eine dritte Amtszeit bestätigt. Wiedergewählt wurden auch die Revisoren Fritz Jost (Kandersteg) und Peter Kuntze (Gstaad). Tagungsort 2012 wird Videmanette/Gstaad sein, 2013 Wiriehorn/Diemtigtal. Ueli Stückelberger ist seit April Direktor der Seilbahnen Schweiz. Er informierte über seine Ziele (siehe Kasten). Peter Rothacher>

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