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Die Bauarbeiten sind fast abgeschlossen

UnihockeyDie Langnauer Tigers setzen sich gegen den Lokalrivalen Grünenmatt in der Verlängerung durch – und werden es in den Playoff-Viertelfinals mit Rychenberg Winterthur zu tun bekommen.

Im Unihockey können die bestklassierten Equipen ihre Playoff-Viertelfinal-Gegner in der Reihenfolge ihrer Klassierungen wählen. Qualifikationssieger Wiler-Ersigen hatte bereits im Vorfeld der finalen Doppelrunde kein Geheimnis daraus gemacht, dass er sich für Grünenmatt entscheiden würde – egal, was noch passieren sollte. Will heissen: Es spielte diesbezüglich keine Rolle mehr, was Grünenmatt im letzten Heimspiel der Saison ablieferte. Anderseits waren die Langnauer Tigers zu Gast; es stand das Derby auf dem Programm. Grünenmatts Trainer Hanspeter Hiltbrunner sagte denn auch: «Das Spiel war sehr wichtig. Es ging darum, ein gutes Gefühl für die Playoffs zu bekommen – und Derbys will man sowieso immer gewinnen.» Noch wichtiger war die Partie jedoch für die zuvor viertklassierten Langnauer. Mit einem Sieg über den Nachbarn wollte man sich um einen Rang verbessern – und damit den unberechenbaren Malansern aus dem Weg gehen. Gefordert waren Punkte gegen Grünenmatt, zudem musste das Team von Trainer Philippe Soutter hoffen, dass entweder Köniz oder GC noch Punkte liegen lassen würden. Auf Messers Schneide Grünenmatt startete perfekt in das Derby, führte dank Toren von Jo Dennis Bärtschi und Jens Frejd nach sechs Minuten bereits mit 2:0. Doch die Gäste kämpften sich zurück – und in der Folge sollte sich nie mehr ein Team mit mehr als einem Tor Differenz absetzen. «Ich war jederzeit über den Verlauf der anderen Partien informiert», gab Soutter nach dem Spiel zu Protokoll. So bekam er mit, dass GC gegen Malans die Weichen auf Sieg stellte, Köniz gegen Wiler-Ersigen jedoch auf eine Niederlage zusteuerte. Damit hätte selbst eine Niederlage in der Verlängerung zum Vorrücken auf Rang 3 gereicht. Doch diese musste zuerst einmal erreicht werden. Als Grünenmatt 96 Sekunden vor Schluss, im Powerplay und ohne Torhüter, zum 6:6 ausglich, mussten die Langnauer wieder zittern. Und dann wäre es fast so weit gewesen, doch Simon Liechti scheiterte eine Sekunde vor Schluss mit einem Distanzschuss am Langnauer Goalie Philipp Gerber. In der Verlängerung konnten beide Teams unbeschwert aufspielen – es ging «nur» noch um die Ehre. Grünenmatt liess beste Chancen ungenützt und wurde dafür bestraft. Manuel Engel liess die Tigers 48 Sekunden vor Schluss jubeln. Hiltbrunner war mit der Playoff-Hauptprobe dennoch zufrieden und freut sich bereits jetzt auf die Viertelfinalserie gegen Wiler-Ersigen – «sportlich und wirtschaftlich ein sehr interessanter Gegner». Wichtig sei, an den Sieg zu glauben. «Wir haben nichts zu verlieren, unser Ziel bereits erreicht.» Wie er das fast unmöglich scheinende Unterfangen angehen will, verrät er nicht: Nur so viel: «Wir werden den Gegner taktisch überraschen.» Des Gegners erste Reihe Weil man Malans nicht wollte und sich das zweitplatzierte GC für Chur entschied, blieb den Langnauern als Viertelfinalgegner einzig Rychenberg Winterthur. Gegen seinen einstigen Verein ist Soutter mit den Emmentalern favorisiert – auch wenn der Trainer festhält, in den Playoffs gebe es «nie einen Favoriten. Rychenberg hat einen starken ersten Block mit vier Ausländern. Wir müssen in der Lage sein, diesen zu kontrollieren.» Am 3.Dezember, nach der 7:8-Niederlage gegen Malans, hatte Rückkehrer Soutter gesagt: «Wir haben viele Baustellen, aber auf die Playoffs hin wollen wir bereit sein.» Nun sagt er: «Wir haben sehr viel gebaut. In zweieinhalb Wochen beginnen die Playoffs. Theoretisch sollte das Gebäude dannzumal stehen.» Die Tatsache, dass die Jungen voll mitziehen, freut den charismatischen Trainer. Einer davon, Manuel Engel, avancierte im Derby sogar zum Matchwinner.Raphael Hadorn >

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