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Die Bärinnen überwintern gemeinsam

BärenparkDie für Frühsommer 2012 geplante Zusammenführung der Bärenfamilie ist auf guten Wegen. Bärin Björk und ihre Töchter haben sich gemeinsam zur Winterruhe zurückgezogen. «Das zeigt, dass die Bärinnen aneinander hängen», sagt Verhaltensbiologin Cornelia Mainini.

Wer im Moment den Bärenpark besucht, kann nur noch mit Glück einen Bären beobachten – und wenn, ist es ein sehr fauler Bär. Björk und ihre Töchter Ursina und Berna haben sich in ihr Winterquartier zurückgezogen, Bär Finn schläft fast den ganzen Tag irgendwo im Gehege. Die im November geplanten Kurse mit Berner Schulklassen mussten abgesagt werden. «Wir wollen die Bären nicht in ihrem natürlichen Rhythmus stören», sagt Zoopädagogin und Verhaltensbiologin Cornelia Mainini. Schulkinder können darum erst im Frühling wieder Spielzeug für die Bären basteln und ihnen Futter verstecken. Im Moment würde es auch kaum Sinn machen, den Bären Futter anzubieten. Die drei Bärinnen haben ganz mit Fressen aufgehört, Finn nascht höchstens noch Leckereien. «Zum Beispiel Trauben, aber nur wenn sie direkt vor seiner Nase liegen», sagt Mainini. Im Winter fährt der Bär seinen Energiehaushalt drastisch herunter – ob er in freier Wildbahn oder in einem Tierpark lebt, spielt dabei kaum eine Rolle. Bären halten zwar keinen durchgehenden Winterschlaf, während ihrer Winterruhe fressen sie aber praktisch nichts. Der Bären-Body-Mass-Index Fressen ist auch nicht nötig. Alle vier Bären haben sich in den letzten Wochen Winterspeck angefuttert und sind auf ihrem Höchstgewicht. Finn bringt es auf knapp 300 Kilogramm, Björk auf 240 und ihre Töchter auf etwas über 100. Cornelia Mainini hat zum Spass den Body-Mass-Index (BMI) von Bären berechnet. Vor der Winterruhe liegt er bei 59, danach noch bei 30. Bären verlieren in den Wintermonaten etwa ein Drittel ihres Gewichts. Optimistisch stimmt die Verhaltensbiologin, welches Winterquartier die Bärinnen ausgesucht haben. Björk, Ursina und Berna haben sich gemeinsam in eine Höhle gekuschelt. Es hätte sein können, dass Björk ihrer halbwüchsigen Töchter überdrüssig geworden wäre. «Doch die Bärinnen scheinen aneinander zu hängen.» Kommt es unter den Weibchen nicht zu Rivalitäten, wird die für Frühsommer 2012 geplante Zusammenführung mit Bär Finn (siehe Kasten) einfacher. Ursina findet Finn spannend Auf diese Familienvereinigung haben Mainini und die Bärenwärter in den letzten Monaten hingearbeitet. Mit Futter wurden die Bären animiert, sich in der Nähe des Trennzauns aufzuhalten und sich dort zu beschnuppern. Das haben sie ausgiebig getan. «Vor allem Ursina hat grosses Interesse an Finn», erzählt Mainini. Die Bären haben in den letzten Wochen auch Kommandos gelernt. «Finn ine» oder «Björk Tür uf», lauten zwei. So wollen die Bärenwärter während der Zusammenführung der Familie die Bären zum Beispiel in den Stall holen, wenn es zu heiklen Situationen kommen sollte. Doch bis im Februar herrscht nun Ruhe im Bärenpark. Sogar Finn, der letztes Jahr keine Winterruhe hielt, macht Anstalten, sich zu verziehen. Björk und die «Kleinen» haben sich übrigens eine andere Höhle ausgesucht als letztes Jahr. Ihr Winterquartier liegt direkt am Trennzaun zu Finn. Man kommt sich näher. Mirjam MesserliLivebilder aus den Bärenhöhlen unter www. baerenpark-bern.ch (Aktuelles)>

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