Zum Hauptinhalt springen

Die anderen Gemeinden

Neben Langenthal haben im Oberaargau vier weitere Gemeinden die Abstimmungszettel zu früh vernichtet: In Thunstetten sei es ganz einfach dumm gelaufen, das sagt Gemeindepräsident Fred Röthlisberger. «Wir versiegeln jeweils die Kiste mit den Stimmzetteln und stellen sie in den Keller. Bei der nächsten Abstimmung werden sie dann entsorgt.» Diesmal habe «eine Person aus der Verwaltung» die falsche Schachtel weggeworfen. «Wir entschuldigen uns dafür», sagt Fred Röthlisberger, «das tut uns sehr leid.» Allerdings fügt er an, habe er für den Entscheid, die Abstimmung zu wiederholen, überhaupt kein Verständnis. «Das ist jedenfalls kein Dienst an der Demokratie.» Bekannt für lockere Sprüche fügt Thunstettens Gemeindepräsident an: «Vielleicht schicken sie uns beim nächsten Mal Wahlbeobachter der UNO.» In Rütschelen sagt Gemeindepräsident Stefan Herrmann: «Auch bei uns hat ein Mitarbeiter der Verwaltung die Zettel aus Versehen zu früh entsorgt.» Wir haben das dem Statthalter sofort mitgeteilt, als das Nachzählen plötzlich zur Diskussion stand. Beim Auszählen am 13.Februar sei aber mit Sicherheit absolut alles mit rechten Dingen zu- und hergegangen. Er habe persönlich dabeigestanden, sagt Stefan Herrmann. Ein «blöder Zufall» war auch schuld, dass in Niederönz die Stimmzettel nicht mehr greifbar sind. Wie Gemeindeschreiber Peter Käch erklärt, werden die Unterlagen jeweils bis zur nächsten Abstimmung aufbewahrt. Das war auch bei der Abstimmung über die Motorfahrzeugsteuern so. Doch wegen der Ständeratsersatzwahl fand der nächste Urnengang bereits drei Wochen später statt. Und weil damals noch nichts auf eine Nachzählung hindeutete, wurden die Stimmzettel entsorgt. Käch: «Eindeutig unser Fehler.» Auch im 1300-Seelen-Dorf Attiswil wurden die Stimmzettel aus Platzgründen weggeworfen. «Ein fataler Fehler», ärgert sich Gemeindeschreiberin Erika Felber. Sie, die seit 37 Jahren auf der Verwaltung arbeitet, macht sich Vorwürfe. «Man hat nie ausgelernt.»rgw/sae Weitere Berichte zum Abstimmungsdebakel auf Seite 12+13.>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch