Zum Hauptinhalt springen

Der Teufel zeigte sich gestern widerspenstig

MürrenNach dem traditionellen Umzug wurde gestern Abend der Teufel verbrannt – damit er bei der heutigen

Wahrlich infernalisch: Gestern Abend, exakt zwölf Stunden vor dem Start zur 69.Inferno-Abfahrt, wurde dem Teufel so richtig der Garaus gemacht – auf dass der Wettergott heute seine Gunst walten lasse. Traditionell wurde er verbrannt, nachdem er zuvor an einem Umzug mitten durchs Dorf Mürren gezogen worden ist. Bei der Verbrennung zeigte sich der Bösewicht von seiner widerspenstigen Seite, benötigte es doch einige Anläufe von Feuermeister Toni Linder, um dem Luzifer unter dem Applaus der Anwesenden definitiv einzuheizen. Bei dichtem Schneetreiben hielt sich der Aufmarsch der Umzugsteilnehmer diesmal in Grenzen. Die Guggenmusik Ventil-Blöterler aus Biberist, die bei diesem Ritual bereits zum fünften Mal für Stimmung sorgte, liess sich trotz Wind und Schnee nicht im Geringsten beeindrucken. Im Anschluss an den teuflischen Akt traf sich der harte Kern der Inferno-Gemeinde in der Mehrzweckhalle. Start: Allmendhubel Die 198 kühnen Frauen und 1652 Männer des Inferno-Rennens dürfen heute Samstag mal wieder durch die endlos lange, enge Talabfahrt über den Alpweg bis nach Lauterbrunnen hinunterbrettern. Der Start muss auf den Allmendhubel hinunter verlegt werden – genau wie vor drei Jahren. Die Abfahrtsstrecke ist somit knapp zehn Kilometer lang und weist 1135 Höhenmeter auf. «Die Lawinengefahr und Windstärken sind zu gross, um das Rennen über die Originalabfahrt zu starten», sagt OK-Chef Ueli Stäger. Schon gestern konnte die Schilthornbahn wegen bis zu 100 Stundenkilometer starker Winde nicht bis zum Schilthorn hinauffahren. «Und für heute erwarten wir in den oberen Bereichen gar Böen in Orkanstärke», sagt der technische Leiter der Bahn, Aldo Lauri. Bruno Petroni>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch