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Der Stress in fremden Betten

SchwarzenburgDie Junkere Bühni bringt mit der Komödie «Schlafzimmergäste» ein bissiges Lehrstück über Beziehungen und ihre Auswüchse auf die Bühne.

Kevin und Susannah haben ernsthafte Eheprobleme. Das geht schon seit einiger Zeit so. Für ihr Umfeld wird es jedoch erst schwierig, als die beide n zu einem Fest eingeladen werden. Ein befreundetes Paar feiert die Einweihung seiner neuen Wohnung. Auch Sarah und ihr Partner Nick sind eingeladen. Sie erscheint allerdings allein, weil sich Nick gerade an diesem Tag den Rücken kaputtgemacht hat. Sarah ist zu allem Überfluss die Ex-Freundin von Kevin. Kein Wunder, sind die Schwierigkeiten vorprogrammiert. In den turbulenten Abend mit hineingezogen werden auch Kevins Eltern, die eigentlich gemütlich ihren Hochzeitstag feiern wollten. Alle Beteiligten kommen wenig oder gar nicht zum Schlafen, obwohl sie fast ständig im Bett liegen – schuld sind die ständig wechselnden Gäste im Schlafzimmer. Diese geben dem diesjährigen Stück der Junkere Bühni Schwarzenburg auch seinen Namen. Am Freitag war die Premiere. «Langweile ich dich?» «Schlafzimmergäste» ist eine Komödie von Alan Ayckbourn. Das Ensemble der Junkere Bühni zeigt sie in einer Mundartfassung von Jürg Kocher. Die Regie führt beim diesjährigen Stück erstmals Daniel Nobs. Es ist ihm gelungen, die bissige britische Komödie auf der kleinen Bühne des Junkere-Kellers zu inszenieren. Mit einem riesengrossen Bett als einzigem Bühnenbild gewährt das Schauspiel tiefe Einblicke in das Beziehungsleben von Paaren unterschiedlichen Alters und ihren Umgang mit Schwierigkeiten. Tabus werden auf die Schippe genommen und glücklicherweise kaum moralisch gewertet. Trotzdem wird sich der eine oder die andere vielleicht wiedererkennen, besonders wenn es um die bange Frage geht: «Schatz, langweile ich dich eigentlich?» Hin und her in den Betten Die acht Schauspielerinnen und Schauspieler der Junkere Bühni agieren gekonnt und mit offensichtlicher Freude am Spiel. Präzise schlängeln sie sich um das grosse Bett herum und beziehen auch den Vorraum mit ins Geschehen ein. Anders wäre es bei den engen Platzverhältnissen im Junkere-Chäller wohl auch nicht möglich gewesen, die Handlung mit drei verschiedenen Schlafzimmern als Schauplätzen unterzubringen. Dazu trägt das Technikteam bei: Durch eine geschickte Beleuchtung mit Leuchtkästen im Hintergrund hebt es die verschiedenen Szenen in derselben Kulisse voneinander ab. Im Verlauf der einen Nacht gehen Kevin und Susannah schliesslich allen Beteiligten gehörig auf die Nerven. Eingewoben in ihre eigenen Probleme, merken sie nicht, wie sie den Frieden ihrer Umgebung stören. Telefonate gehen hin und her, es klingelt an der Haustüre, was zu Konflikten zwischen den jeweiligen Haus- und Betteigentümern führt. Dabei hatte doch alles friedlich begonnen – mit einem Einweihungsfest und einem Hochzeitstag. Anna TschannenWeitere Vorstellungen 23., 24., 25., 26., 30. und 31.März, 7., 8., 9., 10., 13., 14., 15. und 16.April, jeweils um 20 Uhr (ausser So, 10.April, um 17 Uhr) im Junkere-Chäller, Junkerngasse 13, Schwarzenburg. Abendkasse und Theaterbar jeweils ab 19 Uhr. Vorverkauf: Drogerie Balmer und Coop Schwarzenburg oder auf www.junkere-buehni.ch.;>

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