Zum Hauptinhalt springen

Der Steuerstreit hält an

Der Zwist zwischen dem Volkswirtschaftsdirektor und den Wirtschaftsverbänden wurde gestern im «BZ-Talk» fortgeführt.

Sie schenkten sich nichts: Im «BZ-Talk» auf TeleBärn standen sich gestern SP-Regierungsrat Andreas Rickenbacher und Adrian Haas, FDP-Grossrat und Direktor des Handels- und Industrievereins, gegenüber. Sie setzten ihren Disput über den Wahlprospekt der Wirtschaftsverbände fort, den sie an dieser Stelle in den letzten Tagen ausgetragen hatten. Im Zentrum stand die Frage, wo Bern im Steuerwettbewerb stehe. Haas betonte, die Impulse für Steuersenkungen seien stets von den Bürgerlichen ausgegangen. Unter anderem wegen der Steuerlast habe Bern seit 2006 im Standortqualitäts-rating der CS zwei Ränge verloren. Volkswirtschaftsdirektor Rickenbacher entgegnete, die rückwirkende einmalige Steuersenkung 2008 habe die Regierung gegen die Bürgerlichen durchgesetzt. Er betonte, er anerkenne, dass Bern Schwächen habe, und nannte die Steuerbelastung als Beispiel. Beide bezogen sich auf die Tabelle, die diese Zeitung gestern zeigte: Sie zeigte – basierend auf den Zahlen von 2008 –, wie (un)attraktiv Bern für einzelne Einkommensklassen ist. Die Steuersenkung 2009 könnte allenfalls Verbesserungen gebracht haben; für höhere Einkommen, für die Bern unattraktiv ist, fiel diese Steuersenkung aber sehr gering aus. Fazit: Rickenbacher und Haas wurden sich wie erwartet nicht einig. Fortgesetzt wird die Debatte noch diesen Monat, wenn der Grosse Rat die Steuersenkung 2011/2012 diskutiert. fab>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch