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Der steinige Weg nach Unspunnen

InterlakenHeimvorteil für den Weltrekordhalter aus den eigenen Reihen. Doch kann Peter Michel den Unspunnenstein über die 4-Metermarke zum Sieg stossen? Motiviert und gut vorbereitet ist er.

«Was ich für meine Form tun konnte, habe ich getan und an Motivation fehlt es bestimmt nicht. Jetzt braucht es noch das nötige Wettkampfglück, ein Misstritt genügt und aus ist es», sagt Peter Michel aus Interlaken. Mit Respekt geht er an die schwergewichtige Aufgabe heran – der Stein wiegt 83,5 Kilogramm. Seit fast zehn Jahren hat er ein Ziel vor Augen: Unspunnen. Dafür hat er hart gearbeitet. Im Januar begann er mit dem Training im eigenen Kraftraum. Erst zwei-, dann dreimal die Woche mit schwerem Gewicht und seinem eigenen Unspunnenstein. «Der Aufwand wird mit zunehmendem Alter grösser, und nur mit eiserner Disziplin und einem klaren Ziel vor Augen ist dies über lange Zeit zu schaffen», ist Peter Michel überzeugt. Denn schliesslich zählen für ihn auch noch andere Prioritäten. Die Familie und seine Schreinerei sind ihm mindestens so wichtig wie der Spitzensport. Klarer Favorit Als aktiver Turner hat er schon in seiner Jugend mit Kugelstossen begonnen. Mit dem schweren Unspunnenstein ist er vor acht Jahren zum ersten Mal angetreten. Und nur zwei Jahre später erkämpfte er sich gegen die Routiniers am Unspunnenfest 2006 den 2. Platz. Schon damals wurde er als Favorit gehandelt, zu unrecht wie Peter Michel meint: «Mir fehlte noch die nötige Wettkampferfahrung, doch mit dem Platz auf dem Podest war ich mehr als zufrieden.» Dieses Jahr ist einiges anders. Nach Siegen an den Eidg. Schwingfesten in Aarau und Frauenfeld und zahlreichen Erfolgen auch in anderen Gewichtsklassen – Peter Michel siegte in den letzten fünf Jahren bei 32 Wettkämpfen – gilt er klar als Favorit. Was ihm noch fehlt, ist ein Sieg am Unspunnenfest. «Jetzt gilt es die Gelegenheit zu packen», sagt Peter Michel, mit 40 Jahren klar der älteste Spitzenathlet auf dem Platz. Eindrückliche Arena Welche Bedingungen am neuen Standort auf der Höhematte die Steinstösser antreffen werden, weiss auch Peter Michel nicht. An einen Heimvorteil glaubt er kaum. «Der Final in der grossen Arena wird bestimmt zu einem eindrücklichen Erlebnis für jeden Sportler. Schön, wenn ich dies selber erleben könnte», sagt er. In drei Gruppen findet die Ausmarchung am Sonntagmorgen statt, die besten drei stehen am Nachmittag im Final. Peter Wenger>

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