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Der Pfarrer muss nicht mehr im Pfarrhaus wohnen

trubFelix Scherrer darf aus gesundheitlichen Gründen mit seiner Familie aus dem Pfarrhaus ausziehen. Wird das alte, denkmalgeschützte Gebäude dann verkauft?

Felix Scherrer wird im Sommer oder Herbst nächsten Jahres mit seiner Familie aus dem Pfarrhaus Trub ausziehen und einige hundert Meter entfernt im Gebiet Mühlekehr ein Eigenheim beziehen. Möglich wird die Züglete, weil Kanton und Synodalrat den Pfarrer von der sogenannten Residenzpflicht befreit haben. Denn eigentlich müssen Pfarrer, die wie in Trub in einem Einzelpfarramt tätig sind, von Gesetzes wegen nach wie vor in einer Dienstwohnung leben – dass es in Trub zu einer Ausnahme kommt, habe mit gesundheitlichen Gründen zu tun, teilt der Kirchgemeinderat mit. Amtsräume im Kloster Er und seine Familie litten seit längerem an allergischen Reaktionen, erklärt Scherrer. Nach längeren Beobachtungen und Abklärungen habe sich herausgestellt, dass die Ursache im Haus liegen müsse. Es sei feucht, entsprechend müsse er das ganze Jahr über heizen, um dieser Feuchtigkeit einigermassen Herr zu werden. Dennoch beobachte er, wie sich so etwas wie ein Hausschwamm entwickle – kurz: «Wenn wir auswärts sind, verschwinden die Symptome, wenn wir heimkehren, melden sie sich gleich zurück.» Was nach dem Wegzug der Pfarrfamilie mit dem alten, denkmalgeschützten Gebäude passiert, ist im Moment offen. Die Kirchgemeinde hat bisher einzig festgelegt, dass sie die Amtsräume des Pfarrers in das zum Kirchgemeindehaus umgebaute Kloster zügeln will. Die entscheidenden Weichen wird die Kirchgemeindeversammlung von Ende Juni stellen. Sie wird darüber befinden müssen, ob sie die noch dem Kanton gehörende Liegenschaft übernehmen will. Sagt sie Nein, wird das Pfarrhaus wohl auf dem freien Markt zum Verkauf ausgeschrieben. So, wie das der Kanton mit allen 38 Pfarrhäusern vorhat, die sich noch in seinem Besitz befinden. Eher verkaufen Dennoch tendiert der Kirchgemeinderat auf diesen zweiten Weg. Die aktuelle finanzielle Lage der Kirchgemeinde Trub lasse «weder einen Erwerb noch den aufwendigen Unterhalt der Liegenschaft zu», heisst es im Communiqué weiter.skk>

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