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Der jugendliche Hunger nach Erfolg

VolleyballGut gestartet, schwach beendet. Oberdiessbach hatte gegen den Leader aus Lausanne keinen guten Tag erwischt. In der Spitzengruppe aber hat die Equipe ihren Platz gefunden.

Als während der Vorbereitung auf die NLB-Meisterschaft die Frage nach dem Saisonziel auftauchte, waren die Teamführung und die Spieler aus dem 3200-Seelen-Dorf uneins. Coach Yvonne Haldimann und Co-Trainer Tobias Zaugg definierten als Zielvorgabe einen Platz im sicheren Mittelfeld. Das Duo hatte aber die Rechnung ohne die Mannschaft gemacht. In der Vorsaison den Abstieg noch knapp verhindert, wollte sich das junge Team nicht hinter dem Alibi eines Mittelfeldplatzes verstecken. «Die Spieler haben uns gesagt, dass sie sich für die Finalrunde qualifizieren, also in der Gruppe einen Rang zwischen 1 und 3 erreichen wollen», erläutert Co-Trainer Zaugg nicht ohne Stolz. Und Coach Haldimann ergänzt: «Diese erfreuliche Reaktion zeigt, dass das junge Team hungrig und leistungsbereit ist.» Zwar hat Oberdiessbach nach der samstäglichen 1:3-Niederlage gegen Leader Lausanne UC den zweiten Platz an Ecublens abgeben müssen, ist aber als drittplatziertes Team noch immer auf Kurs. Und dieser Kurs, ein solides, in der Tabelle jeweils gut klassiertes NLB-Team stellen zu wollen, ist auch der mittelfristige Anspruch des Vereins. Ein Anspruch letztlich, der von Vernunft zeugt, denn eine Promotion in die höchste nationale Liga würde dem Verein eher schaden, denn nützen. Immer wieder Durchhänger Im Spitzenspiel gegen Lausanne trat Volley Oberdiessbach mit fünf der sechs Junioren aus dem Kader an. Die verletzungsbedingte Absenz von Passeur Micha Kipfer, der das Sextett komplettiert hätte, wog aber schwer. «Uns fehlten auf dieser Position die Wechseloptionen, das war schade», sagte Coach Yvonne Haldimann. Möglich, dass mit der situativen Einwechsel eines frischen Zuspielers Oberdiessbach die Durchhänger, welche das Team gegen Lausanne in jedem Satz offenbarte, hätte vermeiden oder mindestens verkürzen können. Im Startsatz ging für die Gastgeber in der kleinen Halle der Primarschule die Rechnung noch auf. Nach einem 15:20-Rückstand drehte Oberdiessbach das Resultat um und konnte mit einem 26:24-Teilsieg zum ersten Mal die Seiten wechseln. Dem Satzgewinn zum Trotz war aber ersichtlich, dass die Kiesentaler grosse Mühe in der Annahme hatten. Dieses Manko sollte sich in der Folge noch akzentuieren. «Weil die Annahme zu wenig präzise war, konnten wir unser Spiel nicht aufziehen. Zudem hat Lausanne sehr clever serviert und uns damit immer in Schwierigkeiten gebracht», zog Haldimann ein Fazit. Co-Trainer Tobias Zaugg beobachtete zudem, dass das technisch und taktisch stark spielende Lausanne nach dem Satzverlust das eigene Spiel gut umgestellt habe. «Danach hatten wir im Angriff nie mehr die nötige Durchschlagskraft», bedauerte Zaugg. Die Durchhänger – mal zu Satzbeginn, mal in der Satzmitte – verhinderten gegen die sich immer lautstark und sehr aggressiv sich motivierenden Romands einen weiteren Satzgewinn. Eine 9:5-Führung im zweiten Set wurde eingebüsst, und der Zwischenspurt im vierten Satz brachte die Wende auch nicht mehr. Die Luft schien nach dem 1:2-Satzrückstand draussen zu sein. «Heute haben wir nicht unbedingt punkten müssen», sollte Zaugg hinterher festhalten. Am Hunger nach Erfolg scheint die jüngste Niederlage jedoch kaum etwas geändert zu haben. Thema bei den Spielern nach dem Schlusspfiff war nämlich bereits das nächste Spiel. Jenes in Genf gegen Chênois. Peter Gerber >

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