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Der Hundekot muss weg

hundegesetzOb ein Hund aufs Trottoir, auf den Kinderspielplatz oder auf eine Kuhweide scheisst: Der Kot muss vom Hundehalter in jedem Fall eingesammelt werden. So will es die vorberatende Grossratskommission. Das Hundegesetz wird im März beraten.

Das neue Hundegesetz des Kantons Bern wird der Grosse Rat in der kommenden Märzsession beraten und wahrscheinlich in nur einer Lesung verabschieden. Dies, weil der Gesetzestext weitgehend unbestritten ist. Die vorberatende Grossratskommission lobt den pragmatischen Vollzug des Gesetzes, welches auf die Eigenverantwortung der Hundehalter abstützt. Jedoch will die Kommission in einem Punkt strengere Regeln, als dies der Regierungsrat vorgeschlagen hatte: «Wer einen Hund ausführt, hat dessen Kot überall zu beseitigen.» Die Regierung wollte den Hundekot nur auf öffentlich zugänglichem Grund beseitigt haben. Künftig muss der Hundekot also in jedem Fall aufgesammelt und entsorgt werden. Das bernische Hundegesetz beinhaltet neu auch die Hundetaxe. Diese war bisher in einem eigenen Gesetz geregelt und hatte wegen einer einzigen Bestimmung für Aufsehen gesorgt: Hunde, deren Besitzer die Hundetaxe nicht bezahlten, konnten getötet werden. Diese Bestimmung ist im neuen bernischen Hundegesetz nicht mehr enthalten. Neu ist zudem: Alle Hundehalter müssen künftig obligatorisch über eine Haftpflichtversicherung verfügen und sich an grundlegende Pflichten halten. Etwa jene, dass ein Hund jederzeit wirksam unter Kontrolle zu halten ist. Zudem werden repressive Massnahmen zur Einschränkung der Hundehaltung festgelegt, damit die Behörden rasch und sachgerecht auf problematische Hunde und ihre Halter reagieren können. Dafür verzichtete Regierungsrat Andreas Rickenbacher (SP) im neuen Hundegesetz auf eine Rassenverbotsliste wie etwa im Kanton Wallis. Nachdem im Dezember 2005 in Oberglatt ZH ein 6-jähriger Knabe von drei Pitbull-Terriern angefallen und tödlich verletzt worden war, rückte die Diskussion um potenziell gefährliche Hunde ins Zentrum des öffentlichen und politischen Interesses. In der Folge wurden auf Bundesebene verschiedene parlamentarische Vorstösse zum Thema eingereicht. Trotzdem entschied sich das Bundesparlament gegen ein nationales Hundegesetz. ue>

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