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Der erste Platz ist verspielt

UnihockeyDer UHC Thun hat in der Nationalliga B zum zweiten Mal in Folge verloren. Gegen Eggiwil zogen die Thuner im Penaltyschiessen den Kürzeren, was zum 4:5 führte.

Anspruch und Realität stimmen beim UHC Thun derzeit nicht mehr überein. Nach günstigem Saisonverlauf erhofften sich die Oberländer den ersten Platz in der Qualifikation der Nationalliga B, dieser ist eine Runde vor Schluss nicht mehr erreichbar. Mit Rang zwei wären die Thuner zumindest für den Playoff-Halbfinal gesetzt, doch auch diese Platzierung muss mit einem Sieg im letzten Qualifikationsspiel noch erarbeitet werden. Eigentlich gehört das Team von Trainer Roger Gerber auch zu den besten der Liga – allein, zuletzt waren die Leistungen etwas durchzogen. So resultierte gegen Eggiwil die zweite Niederlage in Folge. «Mit etwas Distanz zum Spiel stelle ich fest, dass wir nicht schlecht spielten», sagt Trainer Gerber zur 4:5-Niederlage nach Penaltyschiessen. «Unzufrieden bin ich vor allem mit unserer Effizienz im Abschluss.» Der Thuner Auftritt im Emmental hatte Derbycharakter. In der letzten Saison waren die beiden Equipen im Playoff-Viertelfinal aufeinander getroffen. Eggiwil setzte sich überraschend durch. Seither hat die Rivalität unter den Spielern zugenommen. Tor in der letzten Minute Es ging hart auf hart im Aufeinandertreffen vom Wochenende. Die Partie war geprägt von hartem Kampf, seltsamen Schiedsrichterentscheiden und grosser Spannung. Erst 38 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit gelang den Eggiwilern der Ausgleich zum 4:4. Die Thuner mussten in Unterzahl spielen. Ein Weitschuss der Emmentaler konnte Torhüter Fankhauser noch abwehren. Der freie Ball wurde schliesslich von Michael Hofer über die Torlinie bugsiert. Die Thuner reklamierten, dass der Torschütze zu diesem Zeitpunkt im Torraum positioniert war, was freilich nichts nützte. Zur Szene wollte sich Roger Gerber nicht mehr äussern, «aber die Aktion passte zum Spiel». Ebenso, dass die Thuner am Ende das Penaltyschiessen verloren. Es ist sicher nicht der Moment, um ob der Niederlage zu hadern. Vielleicht war das Ergebnis für die Thuner der nötige Weckruf vor dem Playoff. Auf jeden Fall kommen die Berner Oberländer bereits früh in einen guten Rhythmus. Zum Abschluss der Qualifikation tritt nämlich der Leader Olten in der Mur-Halle an. Thun benötigt im Spitzenkampf den Sieg. Spektakel ist da erneut garantiert. Der Aufstieg in die höchste nationale Liga wird beim UHC Thun nicht thematisiert. Klar ist aber, dass Sportler jede Chance wahrnehmen wollen, falls sie sich bietet. Die Ausgangslage für den Aufstieg ist, nachdem der erste Platz verspielt ist, etwas schlechter geworden. Dies muss die Thuner aber im Moment nicht stören. «Wir hüten uns davor, zu weit nach vorne zu blicken», sagt Trainer Roger Gerber. Auch wenn es abgedroschen klingt, ist für den UHC Thun stets das nächste Spiel das wichtigste. Die Realität, dass die Thuner nicht mehr die Nummer 1 in der NLB sind, lässt sich vielleicht bis zum Saisonende noch verrücken. Stephan DietrichTelegramm/Rangliste Seite 22>

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