Zum Hauptinhalt springen

Den Sprung an die Spitze verpasst

Der SC Langenthal hat

Der SC Langenthal ist auf Kurs: Neun der letzten zehn Spiele konnten die Oberaargauer gewinnen. Nach exakt einem Drittel der Qualifikation steht das Team von Trainer Heinz Ehlers auf Rang zwei, punktgleich mit Leader Ajoie, der in der Direktbegegnung besser abschneidet. Kurze Zeit virtueller Leader Im Spiel beim EHC Basel war der SCL sogar bis ins Schlussdrittel hinein virtueller Leader. Dies deshalb, weil die anderen Partien bereits gespielt waren und Langenthal führte; der Match in der Rheinstadt war auf 21 Uhr angesetzt, aus Rücksicht auf die Fussballer des FC Basel, die sich zuvor mit Bellinzona duelliert hatten. In dieser Momentaufnahme lag das Berner Team also mit 30 Punkten auf Rang eins. Doch dann gelang den «Bebbi» noch der Ausgleich, welcher sie in die Verlängerung rettete, womit der SCL wieder hinter Ajoie rutschte. Die Gelbblauen setzten zwar noch zum Sturmlauf an, konnten die Partie aber weder in den letzten Minuten des Schlussdrittels noch in der fünfminütigen Verlängerung für sich entscheiden. Die Geschichte des Penaltyschiessens ist dann aber rasch erzählt: SCL-Goalie Marc Eichmann parierte die ersten drei Basler Versuche, während sämtliche Langenthaler vollstreckten (Brent Kelly, Jeff Campbell und zuletzt Stefan Tschannen) – das «Spiel im Spiel» war bereits nach je drei Penaltyschützen entschieden. Damit hat der SCL einmal mehr Nerven bewiesen. In dieser Saison musste die Langenthaler viermal in eine Verlängerung, welche dreimal in einem Penaltyschiessen mündete – und immer vermochten sie die Partie für sich zu entscheiden. SCL-Stürmer Sandro Abplanalp: «Es war wichtig, dass wir gewannen und zwei Punkte mitnehmen konnten, denn nun wartet eine harte Woche auf uns.» Überraschungsteam Basel Das Spiel in Basel wurde zur erwartet schweren Aufgabe. Zu Saisonbeginn genossen die Nordwestschweizer nur wenig Kredit, ein Platz unter dem Strich oder maximal Rang acht wurde ihnen prognostiziert. Aufhorchen liess der Klub dann aber bereits in der zweiten Runde, mit einem 5:1-Triumph in Lausanne; allerdings ging man von einem Arbeitsunfall der Waadtländer aus, auch weil diese am Vorabend in ein Kräfte raubendes Duell mit dem SC Langenthal verstrickt waren (3:1-Sieg des SCL). Doch Basel zeigte sich kampfstark, lag in der ersten Begegnung mit Langenthal mit 2:0 in Front und entführte zuletzt immerhin einen Punkt aus der Eishalle Schoren. Nach wie vor liegt das Team auf Rang fünf in der Tabelle, auch weil man nun erneut gegen den SCL einen Punkt gewinnen konnte. Es hätte aber auch anders kommen können: Im ersten Drittel musste Langenthal zweimal einen Doppelausschluss hinnehmen. «Es ist gut, dass wir da kein Gegentor erhalten haben», weiss auch Abplanalp. Basel habe nämlich einen guten Lauf. Stefan Tschannen gestand vor dem erneuten Aufeinandertreffen, dass man Basel im ersten Spiel unterschätzt habe. Auch wenn beide Teams nicht ihr bestes Hockey zeigten, so ging Langenthal doch sehr entschlossen ans Werk, führte 1:0 und 3:1 und ging zuletzt als Sieger vom Eis. SCL-Verteidiger Yves Müller: «Das zeichnet ein gutes Team aus, wenn man auch Spiele gewinnt, in denen die Mannschaft nicht ihr bestes Eishockey zeigt.» Vor einer harten Woche Vor der Nationalmannschaftspause wartet nun eine delikate Woche auf Langenthal. «Die GCK Lions sind nicht zu unterschätzen, Lausanne und Visp sind sehr stark», blickt Abplanalp nach vorn. «Aber wir haben das Team dazu, um vorne mitzuspielen.» Bereits morgen Dienstag gastieren die GCK Lions im Schoren, zuletzt feierten sie drei Siege in Serie – gegen Visp, Ajoie und Sierre. Müller: «Diese Mannschaft verfügt über junge, schnelle Spieler.» Überhaupt liegen zwischen Rang 1 (Ajoie) und 9 (Sierre) nur gerade elf Punkte, exakt halb so viele wie in der NLA, in welcher Kloten auf das neuntklassierte Lugano einen Vorsprung von 22 Punkten hat.Daniel GerberTelegramm/Tabelle Seite 16.>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch