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Davos zum 30. Mal Meister

Eishockey Davos hat mit einem 3:2-Sieg in Kloten die Playoff-Finalserie mit 4:2 Siegen für sich entschieden. Die Bündner sind zwei Jahre nach ihrem letzten Titelgewinn wieder Meister.

Noch einmal boten der HC Davos und die Kloten Flyers den 7624 Zuschauern im Stadion am Schluefweg ein Riesenspektakel - wenn auch diesmal erst in der zweiten Spielhälfte. Die Kloten Flyers lagen bis zur 42. Minute mit 0:2 zurück. Ihr Anschlusstor durch Arnaud Jacquemet beantwortete Davos nur 66 Sekunden später mit dem 3:1. Aber weitere 97 Sekunden später brachte Steve Kellenberger die Flyers wieder auf ein Tor heran. Beim 3:2 für Davos blieb es. Die Bündner holt sich den vierten Sieg, den sie für den Gewinn des 30. Meistertitels noch gebraucht hatten. Wie bereits am Samstag in Davos, als Kloten im Finish nach einem 1:3-Rückstand noch mit 4:3 nach Verlängerung gewann, verfügten die Flyers im Finish über den längeren Schnauf. Aber diesmal gelang ihnen die Wende nicht mehr. Die grösste Ausgleichsmöglichkeit vergab in der 50. Minute Marko Luomala. In der 58. Minute tauchte Romano Lemm in Unterzahl vor Leonardo Genoni auf. Mit erlaubten und unerlaubten Mitteln gelang es den Davosern aber, Lemm am Abschluss zu hindern. Gerade für Romano Lemm war diese Entwicklung der Dinge äusserst bitter. Die Davoser Backs kamen bei dieser Szene in der 58. Minute erstaunlicherweise ohne Zweiminutenstrafe davon. Lemm dagegen war früher im Spiel zweimal mit strengen Entscheiden auf die Strafbank geschickt worden. Und von der Strafbank aus wurde er Zeuge die beiden wichtigsten Davoser Tore zum 1:0 und 3:1. Davos überzeugt in Überzahl Das Davoser Powerplay entschied fraglos den sechsten Playofffinal. Die Bündner erzielten alle ihre drei Tore mit einem Mann mehr auf dem Eis. Sie benötigten für diese drei Treffer in drei aufeinanderfolgenden Powerplays jeweils weniger als eine halbe Minute. Aus fünf Überzahlchancen produzierte Davos drei Treffer. Die Kloten Flyers dagegen brachten aus sechs Überzahlmöglichkeiten nichts Zählbares zu Stande. Die wegweisenden Tore in den ersten 22 Minuten erzielten Josef Marha (9.) und Peter Guggisberg (22.). Aber Topskorer Jaroslav Bednar und Petr Taticek, welche beide Tore brillant vorbereiteten, gebührte mindestens der gleiche Anteil an den Lorbeeren. Das dritte Davoser Powerplaytor entsprang in der 43. Minute keiner Traumkombination mehr. Eher zufällig gelangte die Scheibe auf den Stock von Peter Guggisberg, der Ronnie Rüeger zum 3:1 bezwang. Der Langnauer in Diensten des HCD war mit zwei Goals der eine Matchwinner des Abends. Der andere hiess einmal mehr Leonardo Genoni. Der Davoser Goalie sah zwar beim ersten Gegentor nicht gut aus, zeigte daneben aber einmal mehr eine tadellose Leistung. Die grössten Taten gelangen ihm in der zweiten Hälfte des zweiten Abschnitts, als die Kloten Flyers endlich ins Spiel fanden. Davos agierte 28 Minuten lang mit viel mehr Energie. Die Bündner hätten sogar noch höher als 2:0 führen können. Dann aber erwachte Kloten: Simon Bodenmann (28.), Steve Kellenberger (28.), Arnaud Jacquemet (31./2x), Marko Luomala (32./Pfosten), Marc Welti (33.), Matthias Bieber (36.) und Denis Hollenstein (37.) kamen im Minutentakt zu Grosschancen. Genoni machte sie alle zunichte. Genoni meinte nach dem Spiel: «Ich wusste, dass die Meisterschaft heute endet. Ich bin am Morgen mit dem genau gleichen guten Gefühl aufgestanden wie vor zwei Jahren.» Team bleibt zusammen Damals, am 13. April 2009, sicherte sich Davos den Titel ebenfalls mit einem Auswärtssieg in Kloten. Wie damals hat Arno del Curto als Davoser Coach alles richtig gemacht. Der HC Davos entpuppte sich eine ganze Saison lang als bestes Team. Und weil die Mannschaft mit Ausnahme von Bednar (wechselt zu Lugano) zusammenbleibt, dürfte sie auch in Zukunft mitreden, wenn Titel vergeben werden. Im Fall der Kloten Flyers sind Prognosen schwieriger. Mit Patrick von Gunten verlässt ein wichtiger Spieler die Klotener in Richtung Schweden. Die Flyers müssen den Gürtel in Zukunft enger schnallen. Die Klubführung hat angekündigt, nur mit drei Ausländern in die nächste Saison starten zu wollen. siTelegramm Seite 21>

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