Zum Hauptinhalt springen

Das tote Holz sorgt für rote Köpfe

Die Waldbesitzer sind

Eigentlich steht es um den Schweizer Wald nicht schlecht. Ein Bericht über den allgemeinen Zustand zeigt auf, dass der Wald in den letzten Jahren vielfältiger und artenreicher geworden ist. Doch damit gibt sich das Bundesamt für Umwelt (Bafu) nicht zufrieden. Es definiert in einem 40-seitigen Bericht die «Grundanforderungen an den naturnahen Waldbau». Darin quantifiziert es beispielsweise, wie viel totes Holz die Waldeigentümer in den Wäldern für die Natur liegen lassen müssen. Neu möchte das Bafu, dass pro Hektare Wald zehn Kubikmeter Totholz liegen bleiben. Laut dem Landesforstinventar stehen und liegen im Schweizer Wald aber bereits heute weit mehr als 30 Kubikmeter Totholz. Dabei handelt es sich jedoch um den Durchschnittswert. Jetzt fürchten die Waldbesitzer, sie müssten wegen der festgeschriebenen Menge künftig auf Bundesgelder verzichten, falls sie in einer Ecke des Waldes die neuen Vorgaben nicht erfüllen. Bafu-Vizedirektor Andreas Götz will die Waldbesitzer beruhigen: «Die Aufsichtsbehörde wird sicher nicht jede Hektare Wald abschreiten und nachmessen, ob genügend Totholz liegt.» An den neuen Vorschriften haben aber auch Kantonsförster keine Freude. Sie sehen Probleme bei der Umsetzung. Zudem würden die Waldbesitzer nicht genügend entschädigt. sgs/nb Seite 3>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch