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Das ramponierte Image des Bauerndorfs

SchüpfenAllein diesen Herbst gab es im Seeländer Dorf gleich drei Überfälle von Jugendlichen. Seit ein paar Jahren ist das Klima rauer und der Bahnhof ein sozialer Brennpunkt geworden.

Kaum ein Monat vergeht, ohne dass Schüpfen zu reden gibt. Es ist immer die gleiche Gruppe junger Menschen, die in der Seeländer Gemeinde randaliert und mit Übergriffen unangenehm auffällt. «Praktisch alle sind Schüpfener und aus gutem Hause», weiss Erwin Daepp. Der ehemalige Lehrer und passionierte Dorfhistoriker lebt seit über vierzig Jahren in Schüpfen. Er bedauert, dass sich die unschönen Vorfälle mit Jugendlichen in letzter Zeit gehäuft haben. «Ein Phänomen der Zeit», sagt der 72-Jährige. Auch er hält sich nachts nicht mehr gerne am Bahnhof auf. Dieser hat sich in den letzten Jahren zum sozialen Brennpunkt entwickelt. Landesweit bekannt wurde diese Ecke durch Igor L., der im August einen Wirt spitalreif geschlagen hat. Die Gemeinde setzt nun am Bahnhof Security-Leute ein, die nachts patrouillieren. Jugendgewalt ist im Fall von Schüpfen kein Migrationsproblem: Der Ausländeranteil des Dorfs liegt im schweizweiten Vergleich deutlich unter dem Schnitt.slSeite 3>

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