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Das Projekt «Golden Pass» und der Direktionswechsel sind aufgegleist

MOB – GOLDEN PASS Die Montreux Berner Oberland Bahn AG (MOB) schliesst das Geschäftsjahr 2010 mit schwarzen Zahlen. Nach 12 Jahren geht Direktor Richard Kummrow in Pension. Sein Nachfolger Georges Oberson hat die Unternehmensführung am 1.März übernommen.

Der Einladung zur diesjährigen Generalversammlung der Montreux Berner Oberland Bahnen AG (MOB) ins Landhaus nach Saanen folgten 93 Aktionäre. Verwaltungsratspräsident Walter von Siebenthal durfte trotz schwacher Wirtschaft und starkem Schweizer Franken von einem sehr guten Unternehmensergebnis sprechen. In seiner Grussadresse hob von Siebenthal das MOB-Starprojekt «Trans Golden Pass» als attraktive Investition für die Schweizer Tourismusentwicklung hervor. Die Verwirklichung von Zugfahrten von Montreux bis nach Interlaken, ohne umzusteigen, wird sich nachhaltig positiv auf das Wachstum auswirken. Walter von Siebenthal: «Das sehr gute Resultat ist zudem allen 306 Mitarbeitenden, ihrer starken Identifikation, ihrer fachlichen Kompetenz sowie dem grossen persönlichen Engagement im Sinne des Unternehmens zu verdanken.» MOB auf Wachstumspfad Mit Stolz blickt auch der scheidende Direktor Richard Kummrow auf das erfolgreiche Geschäftsjahr zurück: «Mit den 1,2 Millionen Zugkilometern hat der Ertrag im Personenverkehr um 6 Prozent zugenommen und erstmals 13 Millionen Franken erreicht, dies trotz der angespannten Wirtschaftslage, die besonders den Tourismus tangiert.» Das positive Betriebsergebnis von 530000 Franken entspricht einer wesentlichen Verbesserung gegenüber den roten Zahlen des Vorjahres 2009. Die Infrastrukturerneuerung liegt mit 8 Millionen deutlich unter der freigegebenen Kreditsumme. Direktor Kummrow begründete die Ursache mit langwierigen Planungsverfahren und Einspracheverhandlungen. Dafür konnte das Investitionsniveau beim Fahrzeugpark mit rund 6 Millionen Franken gehalten werden. Ende der Ära Kummrow Für Direktor Kummrow hat die erbrachte Dienstleistungsqualität der MOB ein ausgezeichnetes Niveau erreicht. Dies auch im Bezug auf Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und Sicherheit. Weder schwere Unfälle noch gravierende Naturereignisse haben den Betrieb gestört. Während der 12-jährigen Direktionszeit hat die MOB den Verkehrsertrag um 45 Prozent gesteigert. In der gleichen Zeit hat die öffentliche Hand ihre Gelder um ein Fünftel gekürzt. Nun denkt Pensionär Kummrow während schöner Stunden auf dem See, beim Wandern oder beim Musizieren bestimmt noch lange an den jüngsten Erfolg zurück. Anfang April haben der Bund und die drei Kantone Waadt, Freiburg und Bern das aufbauende Projekt «Trans Golden Pass» mit dem spurwechselfähigen Drehgestell gutgeheissen. Die Bahngesellschaften MOB und BLS wurden mit der Ausarbeitung der Ausführungsunterlagen zum Bahnhofumbau in Zweisimmen und mit der Beschaffung der neuen Fahrzeuge beauftragt. Richard Kummrow mit einem lachenden und einem weinenden Auge: «Mit den durchgehenden Panoramazügen ohne Umsteigen von Montreux nach Interlaken hat das Unternehmen Montreux Berner Oberland Bahnen AG eine Erfolg versprechende Zukunft vor sich.» Fritz Leuzinger>

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