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Das Opfer ist nicht mehr im Spital

Der junge Mann, der von Bär Finn verletzt worden ist, konnte gestern das Spital verlassen. Doch er braucht weiterhin Pflege.

Wer am 21.November sah, wie ein geistig behinderter Mann im Bärenpark von Bär Finn durchs Gehege gezerrt wurde, konnte sich nicht vorstellen, dass dieser Unfall glimpflich ausgehen würde. Mit Verletzungen am Kopf, Oberschenkel und an der Hand wurde der 25-Jährige ins Spital eingeliefert. Dieses konnte er gestern verlassen, wie die Gemeinde Köniz mitteilte. Sie ist Vormundschaftsbehörde des geistig behinderten Mannes, der seit vielen Jahren in der Stiftung Bernaville in Schwarzenburg lebt und arbeitet. Zur Ruhe kommen «Der Mann muss nun vor allem zur Ruhe kommen», betonte Gemeinderat und Vormundschaftsbehördepräsident Ueli Studer. Der junge Mann wohne vorübergehend bei einer Familie in der Region, welche viel Erfahrung bei der Betreuung von behinderten Menschen habe. Er werde bewusst von der Öffentlichkeit und den Medien abgeschirmt. «Er hat den Vorfall noch nicht verarbeitet und wird wohl wie bisher im Spital psychologische Begleitung benötigen.» Spätfolgen unklar Auch körperlich hat sich der 25-Jährige noch nicht vollständig erholt. Die Wunden seien bis jetzt nicht sehr gut verheilt und es sei unklar, ob das Opfer Spätfolgen des Unfalls zu tragen haben werde, erklärte Studer. «Der Mann musste einige Eingriffe über sich ergehen lassen.» Er solle sich nun gänzlich von dem Vorfall und den Verletzungen erholen können. Geplant ist, dass der Mann im nächsten Jahr in die Stiftung Bernaville zurückkehrt. Wenn er den Unfall gut verarbeite, müsse man bei der Betreuung keine Anpassungen vornehmen, andernfalls darüber nachdenken, sagt Studer. «Ich hoffe sehr, dass der Mann auch in Zukunft wieder ohne Begleitung unterwegs sein kann.» Glück auch für Finn Glimpflich ist der Unfall im Bärenpark auch für Bär Finn ausgegangen. Wie es scheint, hat er sich gut von der Schussverletzung erholt. «Finn ist nun wieder jeden Tag draussen und verhält sich so wie vor dem Zwischenfall», sagte Tierparkdirektor Bernd Schildger gestern auf Anfrage. Eine Operation sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht nötig. mm/lp >

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