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Das Engagement der Züchter honoriert

DiemtigtalPrämierung von gegen 200 Tieren, Bauernmarkt und volkstümliche Unterhaltung: Die gut besuchte Viehschau im Anger in der Bäuert Zwischenflüh wurde für Züchter und Publikum

Die Viehschau der Viehzuchtvereine Diemtigen 1, 3, 4 und 7 auf dem von Alpen, Wäldern und Felsen umgebenen Platz Anger in der Bäuert Zwischenflüh bot heuer ein Bild landwirtschaftlicher Idylle: Wunderbares Herbstwetter, knapp 200 herausgeputzte Kühe und gleich viele am Rand aufgereihte Glocken und Treicheln. Dazu der Duft von gebratenem Fleisch und Volkstümliche Musik. Die Schau mit der Prämierung der schönsten Tiere im Ring wurde denn auch von viel Publikum verfolgt. Mitten im Geschehen bürstete Hans Stucki aus Zwischenflüh den Schwanz von Viola. «Mit 14 Jahren ist sie zwar eine Grossmutter, aber immer noch toll im Schuss», sagte er. «Sie geht gerne z’Bärg und bei der Züglete noch stehts voran.» In der Kategorie 8 hat die Kuh 97 von 98 möglichen Punkten erreicht. «Viola ist ein wunderbares Zuchttier: Tochter Falk hatte sich für die Elite-Schau der BEA in Bern qualifiziert und steht jetzt hier in reiferen Jahren in derselben Kategorie ebenfalls mit 97 Punkten zu Buche.» Alle Tiere im Ring Der 72-jährige Hans Stucki hat seinen Betrieb längst an Sohn Hansueli Stucki übergeben. Dieser hat vor kurzem geheiratet und präsentierte sieben seiner insgesamt neun Tiere an der Schau. Und er tat dies mit viel Erfolg: In den Kategorien 1 siegte Sandra mit 89 von 90 möglichen Punkten. In der Kategorie 4 gewann Alpenrose mit dem Maximum von 94 Punkten. Wilana wurde in der Kategorie 7 mit gleicher Punktzahl (98) wie die Siegerin auf Platz 2 verwiesen. Zwei dritte Ränge und die Platzierungen 6 und 8 für die am Anfang beschriebenen Viola und Falk rundeten die Bilanz ab. «Alle Tiere im Ring – ich bin ganz einfach glücklich», erklärte Hansueli Stucki. Der 34-Jährige ist selbstständiger Schreiner, da er von seinem kleinen Tierbestand nicht leben kann. Diesen pflegt er aber mit Begeisterung und meint: «Ich halte aus Überzeugung reine Simmentaler mit Hörnern, das ist die ideale Kuh für unser Gebiet.» Puls der Züchter strapaziert In den Spitzenrängen dominierten die reinen Simmentaler Kühe. Die Experten Walter Blatti, Andreas Hänni und Niklaus Flückiger attestierten aber den aufgeführten Tieren allgemein eine gute Qualität. Und so stieg der Puls manch eines Züchters, wenn sein Tier sich für die Vorführung im Ring qualifizierte – oder halt eben knapp nicht. Nebst den Kategoriensiegerinnen wurden fünf weitere Spezialpreise vergeben. So wurde zum Beispiel Bambi von Jürg Mani zur Miss Protein erkoren. Flora von Arnold Wiedmer (Laden) erhielt die Auszeichnung für die höchste Lebensleistung (66681 Kilo in zehn Laktationen). Am Bauernmarkt gab es diverse Diemtigtaler Produkte zu kaufen und im Festzelt unterhielt das Schwyzerörgeliquartett Häxeschuss Diemtigtal die Anwesenden. Das Rent-a-Cow-Team um Franziska Agenstein überreichte zudem an der Viehschau seinen Kunden Zertifikate und Käse. «Viele bleiben unseren Tieren, den Kühen, Kälbern und Ziegen, über Jahre hinweg treu. Darunter ist sogar ein Amerikaner, der seine Kuh jeden Sommer besucht», berichtete Agenstein. Peter RothacherDie Siegerkühe Kat. 1: Sandra (SI), 89 Punkte, von Hansueli Stucki. Kat. 2: Panama (SF), 90 Punkte, von David Mani. Kat. 3: Helena (SI), 93 Punkte, von Jakob Spring. Kat. 4: Alpenrose (SI), 94 Punkte, von Hansueli Stucki. Kat. 5: Mutschi (SI), 96 Punkte, von Daniel und Martin Gerber. Kat. 6: Christa (SF), 98 Punkte, von Beat Wiedmer. Kat. 7: Älpli (SF), 98 Punkte, von David Mani. Kat. 8: Quadrille (SI), von Stefan Wyss. >

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