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Das Ende eines alten Wahrzeichens

HindelbankDie rund 300-jährige Eiche

Mit einem langen Ächzen ist die riesige Stieleiche an der Burgdorfstrasse eingangs Hindelbank gestern Morgen aufs Feld gekracht. Die Eiche war rund 25 Meter hoch – und um sie zu umarmen, hätte es mehrerer Personen bedurft. Der Baum wurde auf mehr als 300 Jahre geschätzt und war eines der Wahrzeichen des Dorfes. «Wir hätten den Baum gerne behalten, doch aus Sicherheitsgründen war dies leider nicht möglich», sagt Kathrin Lehmann. Die Eiche befand sich auf dem Land der Familie. Und aus diesem Grund hätten Kathrin und Markus Lehmann haften müssen, falls jemand durch den Baum zu Schaden gekommen wäre. Die Eiche stand direkt am Strassenrand und war zur Hälfte morsch. «Weil offensichtlich war, dass der Baum beschädigt war, hatte unser Versicherungsberater gesagt, wir wären alleine haftbar», erklärt Kathrin Lehmann. Dieses Risiko konnte die Familie nicht auf sich nehmen. Die Eiche stand seit 1962 unter Naturschutz. Die Pflege des wuchtigen Baums ging daher zulasten des Kantons. Wegen des stetig schlechter werdenden Zustandes der Eiche habe das Amt für Landwirtschaft und Natur den Schutz kürzlich aufgehoben und den Baum zum Fällen freigegeben, sagt Kathrin Lehmann. Zuvor habe ein Fachmann – ein sogenannter Baumchirurg – die Eiche begutachtet und befunden, der Schutz sei nicht mehr gerechtfertigt. Die Eiche wurde gestern nach dem Fällen vor Ort zerlegt und zu Holzschnitzeln verarbeitet. Der Kanton übernimmt 40 Prozent der Fällkosten, die sich auf gesamthaft rund 3600 Franken belaufen. Ob Lehmanns den Rest selber berappen müssen oder ob die Gemeinde Hindelbank für einen Teil der Kosten aufkommt, ist laut Kathrin Lehmann noch unklar. Bereits vor zehn Jahren hatte die Gemeinde einen Ersatz für den alten Baum gepflanzt. Die junge Eiche steht gut 100 Meter weiter Richtung Burgdorf auf der gegenüberliegenden Strassenseite. Franziska Sommer>

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