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Das Budget liess Platz für Kunst

Hasle Vor der Mehrzweckhalle Preisegg sprudelt neu ein origineller Brunnen. Realisiert werden konnte das Kunstwerk, weil der Baukredit der Halle unterschritten wurde.

«Das hat uns noch gefehlt», sagte Walter Wüthrich, Präsident der Baukommission der Mehrzweckhalle Preisegg, an der Einweihungsfeier: «Das ist das Tüpfelchen auf dem i.» Mit bemerkenswerter, witziger «Kunst am Bau» krönte die Gemeinde die Vollendung der neuen Halle. Von Schuh zu Schuh Wasser im Schuh gehört zwar nicht zum angenehmsten Ge-fühl, doch zum Anschauen sieht es witzig aus. Aus einem Rohr fliesst Wasser in einen Turnschuh aus Blech, der, sobald er voll ist, kippt, und den Inhalt in den nächsten Schuh darunter laufen lässt. So geht es zwei Paar Schuhe weiter, bis zuunterst ein Ball in Bewegung gesetzt wird. Die etwa 5 Meter hohe Konstruk-tion steht inmitten eines umzäunten Wasserbeckens und lässt ein fröhliches Plätschern ertönen. Da der Baukredit von 6,5 Millionen für die Mehrzweckhalle Preisegg unterschritten worden war, durfte man sich das Extra leisten, ohne vor dem Souverän vorstellig zu werden. «Wir wollen mit diesem Brunnen zeigen, dass wir eine dynamische Gemeinde sind, in der sich etwas bewegt», sagte Wüthrich. Und auch ein wenig, wie stolz man sei, dass die Begegnungs- und Sportstätte allen Widerständen und Hindernissen zum Trotz nun in ganzer Pracht dastehe. Wie viel man dafür ausgelegt habe, mochte Wüthrich nicht verraten, aber es habe gut gereicht, da der Künstler bislang noch nicht berühmt sei. Der Künstler ist Handwerker Tatsächlich wurde der Brunnen vom Metallbaubetrieb Peter Burkhalter, Biembach, geliefert. Entworfen und mit Burkhalter zusammen ausgeführt hat ihn ein Firmenmitarbeiter, Heinz Berger. «Mir ist die Idee des Wasser-weitergebens in Erinnerung an einen anderen Brunnen gekommen», verrät der gelernte Mechaniker und heutige Allrounder bescheiden. Dann habe er zuerst eine Zeichnung, daraufhin ein Kartonmodell angefertigt und seinem Chef gezeigt. Da der Brunnen vor der Turnhalle zu stehen komme, sei man rätig geworden, Turnschuhe sollten als Wasserbehälter dienen. Die Planung, Entwicklung und Ausführung des Kunstwerks hätten fast ein Jahr gedauert, er habe zwischen 400 und 500 Stunden daran gearbeitet. Während dieser Zeit habe ihn der Chef von Alltagsarbeit freigestellt. Bisher sei er nicht künstlerisch tätig gewesen, ob das nun der Beginn einer Karriere sei, sei ungewiss, meint Berger lachend. Auch Peter Burkhalter bezweifelt Kunst als neuen Betriebszweig. «Als Einwohner von Hasle hatte ich grosse Sympathie für den Bau, an dem unser Betrieb mitgearbeitet hat, und für das Team von Handwerkern. Darum sagte ich sofort zu, als die Sprache auf einen Zierbrunnen kam.» Gertrud Lehmann>

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