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Das Zeichen der Verteidigungsministerin

«Weltklasse», entfährt es einem staunenden Anhänger von Kanti Schaffhausen im fünften Satz, als Köniz-Libera Maria Bertelli zum vierten Mal in Folge reaktionsschnell einen Angriffsball der Einheimischen herauskratzt. Die 33-jährige Britin, die mit Grossbritannien an den XXX. Olympischen Sommerspielen in London teilnehmen will, war Baumeisterin des hartumkämpften Könizer Erfolgs in der Munotstadt. Die Bernerinnen festigten ihren zweiten Tabellenplatz mit einem 3:2 (25:21, 18:25, 24:26, 25:19, 15:8) gegen den langjährigen Erzrivalen. Bertelli, die Verteidigungsministerin im Ensemble von Dirk Gross, zeigte in der Kurzentscheidung eine herausragende Abwehrleistung. «Wir haben Charakter gezeigt», sagte die Matchwinnerin erleichtert. Um anzufügen: «Es war die Reaktion auf die vergebenen vier Satzbälle im dritten Durchgang.» Wiley wird immer stärker Ebenfalls eine vorzügliche Leistung zeigte die Amerikanerin Mindi Linn Wiley. Die 22-jährige Mittelblockerin steuerte bemerkenswerte 19 Gewinnpunkte bei – gleich viele Zähler wie Topskorerin Antonina Poljakowa im Aussenangriff. Wiley stoppte Schaffhausens Angriffsmaschinerie sieben Mal mit einem direkt verwandelten Blockpunkt. Dirk Gross freute sich über den neunten Sieg im zwölften NLA-Vergleich. «Wir haben nach dem Einbruch reagieren können. Im letzten Satz spürte ich, dass meine Spielerinnen den Erfolg unbedingt wollten.» Gross stellte im enttäuschend verlaufenen zweiten Set beim Stande von 6:15 um. Der 46-jährige Deutsche brachte für Passeuse Kristel Marbach die Amerikanerin Brittney Murrey. «Kristel hat ihre Sache ordentlich gemacht. Ich musste jedoch reagieren, weil Schaffhausen unser Angriffsspiel immer besser lesen konnte.» Mit Murrey kam der Überraschungsmoment ins Spiel zurück. Die Könizerinnen fliegen morgen nach Tirana, wo am Mittwoch das Erstrundenhinspiel im Rahmen des CEV-Cups gegen den albanischen Meister stattfinden wird. Thomas WältiTelegramm/Statistik Seite 28 >

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