Zum Hauptinhalt springen

Cuche bricht sich den Daumen

Vor einer Woche der Held von Kitzbühel – jetzt der Pechvogel von Kranjska Gora: Didier Cuche ist im Riesenslalom kurz vor der Ziellinie gestürzt. Der Neuenburger hat sich den Daumen gebrochen. Nun folgt der Wettlauf mit der Zeit.

15 Tage vor Beginn der Olympiaabfahrt in Whistler Mountain brach sich Didier Cuche bei seinem Sturz im Weltcup-Riesenslalom von Kranjska Gora den Daumen der rechten Hand. Bereits heute wird Cuche in der Zürcher Schulthess-Klinik operiert. Die Weltcup-Rennen in Slowenien nahmen für Cuche ein abruptes Ende. Der Start an den Olympischen Spielen in Vancouver/Whistler scheint nicht in Gefahr, aber es ist jetzt schon klar, dass Cuche in Kanada mit einem erheblichen Handicap antreten muss. Am Start wird ihn die Verletzung mit Sicherheit stark behindern. Die Favoritenrolle gehört ihm wohl nicht mehr. Rufeners Zweckoptimismus «Glücklicherweise ist der Start zur Olympiaabfahrt nicht allzu flach», machte Cheftrainer Martin Rufener in Zweckoptimismus. «Mit Schmerzmitteln sollte es schon gehen. Man wird jetzt aber zunächst einmal sehen müssen, wie kompliziert der Bruch wirklich ist. Das lässt sich erst nach der Operation sagen.» Cuche, in der Vorwoche noch umjubelter Doppelsieger in Kitzbühel, war bereits unmittelbar nach seinem Sturz bewusst, dass er sich beim Aufprall erheblich verletzt hatte: «Ich glaube, ich habe mir etwas gebrochen», sagte er auf dem Weg nach Jesenice, wohin er sich zum Röntgen begab. Dort bestätigte der Untersuch die Befürchtung von Cuche, der sich danach umgehend auf die Heimreise in die Schweiz machte. Der Neuenburger, der in diesem Winter bereits vier Weltcup-Rennen gewonnen hat (so viele wie noch nie in seiner Karriere), wurde Opfer der exakt gleichen Verletzung, wie sie Teamkollege Didier Défago Anfang Oktober im Training in Zermatt erlitten hatte. Auch Défago brach sich damals den rechten Daumen. Er allerdings hatte das Glück, dass bis zum Auftakt der Speedsaison genügend Zeit blieb, die Blessur auszukurieren. Cuche wird in Whistler auf die Zähne beissen müssen. Doch das ist eine Qualität, die der gelernte Metzger gewiss mitbringt. Mitte Dezember in Val d’Isère hatte sich der Romand bei einem Trainingssturz eine Rippe gebrochen und zudem eine Hirnerschütterung erlitten. Das hinderte ihn nicht daran, wenige Tage später in Val Gardena wieder an den Start zu gehen. Werner EisenringKranjska Gora >

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch