Zum Hauptinhalt springen

Coop plant ein grosses Zentrum

LaupenCoop hat an einem Infoabend seine Pläne für das Poly-Areal präsentiert. Skeptiker des Projektes befürchten ein Lädelisterben im Stedtli und zusätzlichen Verkehr.

Das kaum mehr genutzte Poly-Areal in Laupen soll zu neuem Leben erweckt werden. Was auf der Industriebrache gebaut werden darf, darüber entscheidet die Gemeindeversammlung. Seit einiger Zeit ist bekannt, dass Coop seinen Standort von der Bösingenstrasse ins Poly-Areal verlegen möchte. An einem Informationsabend hat Peter Schmid, Leiter Coop Verkaufsregion Bern, die konkreten Pläne des Grossverteilers präsentiert. Dieser will bis zu elf Millionen Franken in den neuen Standort investieren. Starken Partner gefunden Die Amcor als Besitzerin fühle sich verpflichtet, dass auf dem Gelände «etwas Gutes für die ganze Region» entstehe, betonte Verwaltungsratspräsident Mike Lauper. Und weil das Unternehmen nicht selber investieren werde, sei ein starker Partner gesucht und mit Coop gefunden worden. Coop suchte seit mehreren Jahren nach einer Lösung für die Filiale an der Bösingenstrasse. Diese ist gemäss Peter Schmid zu eng. Am jetzigen Standort ist eine Erweiterung kaum möglich. «Wir wollen mit dem neuen Center die Nahversorgung sicherstellen, die Frische verbessern und durch eine grössere Vielfalt ein Verkaufserlebnis anbieten», erklärte Peter Schmid. Geplant ist ein Supermarkt mit einer Verkaufsfläche von 2000 Quadratmetern, dazu eine Bau- + Hobbyabteilung (1500 Quadratmeter). Weitere 1400 Quadratmeter sollen an Drittanbieter vermietet werden. Schmid verhehlte nicht, dass der grösste Nachteil die schlechtere Verkehrsanbindung Richtung Süden und Bösingen ist. Er zeigte sich aber «zu 100 Prozent überzeugt, dass das Einkaufszentrum ein Frequenzbringer fürs Stedtli» sein werde. Kritisiert wurde in der Diskussion die Absicht von Coop, am alten Standort keinen Lebensmittelverkauf zuzulassen. «Damit gäbe es am linken Ufer der Sense keine Einkaufsmöglichkeit mehr», bedauerten mehrere Anwesende. Schmid nahm diese Bedenken ernst und versprach, dass dieser Entscheid nochmals überdacht werde. Keine direkten Konkurrenten «Die Leute sind bequem und werden nur noch im Poly-Areal einkaufen», erklärte eine Vertreterin des Altstadtleistes. «Die Geschäfte im Stedtli werden darunter leiden.» Schmid entgegnete, dass keine direkten Konkurrenten zu diesen Läden als Mieter in Frage kämen, sondern nur ergänzende Anbieter. Eine Knacknuss könnte der Verkehr sein. Das Einkaufszentrum dürfte 2014 eröffnen. Zu diesem Zeitpunkt wird die Verschiebung des Bahnhofes nur im Idealfall realisiert sein. «Wir müssen damit rechnen, dass Coop zwei bis drei Jahre noch mit der alten Verkehrsführung funktionieren muss», meinte ein Anwesender. Das Projekt hatte unter den rund 150 Anwesenden auch viele Befürworter. Viele sehen es als Chance, um eine Industriebrache zu vermeiden. Hans Ulrich SchaadInformationen sind ab Montag, 15.November, im Internet auf www.polyareal.ch publiziert.>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch