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Capelli rehabilitiert sich

Fabian Hambüchen und Elisabeth Seitz gewinnen den Swiss Cup. Ariella Kaeslin und Claudio Capelli turnen sich aufs Podest.

In der Gunst des Publikums standen Ariella Kaeslin und der Berner Claudio Capelli am Swiss Cup zuoberst, auf dem Podest wurden sie von zwei ausländischen Paaren überragt. Der Sieg ging an den deutschen Starturner Fabian Hambüchen und Elisabeth Seitz. Erstmals mit Capelli Zweimal hatte Ariella Kaeslin im Zürcher Hallenstadion zusammen mit Niki Böschenstein den 3.Platz belegt, 2006 und vor Jahresfrist. Nun hoffte die grosse Mehrheit der 6000 Zuschauer (500 weniger als 2009), dass es die weit über ihre Sportart hinaus populäre Luzernerin dieses Mal ganz an die Spitze schaffen würde. Weil ihr Standardpartner verletzt passen musste, spannte Kaeslin erstmals mit Claudio Capelli zusammen. Wie schon letztes Jahr lag das Team «Schweiz 1» nach dem Halbfinal in Führung, was der Stimmung im ohnehin gut aufgelegten Publikum natürlich zuträglich war. Doch vor dem Final der besten vier Duos wurde der Zähler wieder auf null gestellt. Kaeslin konnte nicht mehr an ihrem Paradegerät Sprung antreten, weil das Swiss-Cup-Reglement wegen der im Vergleich zu den anderen Geräten höheren Notengebung mehrere Einschränkungen enthält. Die 23-Jährige turnte deshalb am Schwebebalken – und vermied mit letztem Einsatz einen Sturz. Capelli machte seine Sache am Barren wie schon den ganzen Nachmittag über hervorragend. Dem bald 24-jährigen Seeländer gelang ein fehlerloser Wettkampf, er spielte seine Stärken an den bevorzugten Geräten Barren, Boden und Sprung voll aus und rehabilitierte sich für den enttäuschenden Auftritt an den Weltmeisterschaften in Rotterdam. «So gefällts mir wesentlich besser», sagte Capelli, der die Atmosphäre sichtlich genoss und das Publikum an seinen Emotionen teilhaben liess. Würdige Sieger Wenn schon nicht Capelli/Kaeslin, dann hätte man sich für den Swiss Cup kein besseres Siegerpaar vorstellen können als Hambüchen/Seitz. Als er vor zwei Jahren erstmals im Hallenstadion antrat, erlebte Hambüchen die Entscheidung nach dem Achillessehnenriss seiner Partnerin Oxana Tschussowitina als Zuschauer. Nun, unterstützt von der erst 17-jährigen Elisabeth Seitz, holte «Fabi» Verpasstes nach. Der neue Pokal erhielt so würdige Empfänger. siResultate Seite 20>

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