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Cancellara siegt erneut

Der Berner Spezialist

Über fünf Stunden lang musste Fabian Cancellara am Samstag darauf warten, bis er sich für seinen sechsten Tageserfolg in der «grossen Schleife» feiern lassen konnte. Cancellara nahm die 52 Kilometer ins Weinbaugebiet des Médic vor Mittag in Angriff. Zu Ende ging die Prüfung gegen die Uhr um 17.15 Uhr. Cancellara lieferte sich auf der vorwiegend flachen Strecke ohne grosse Richtungsänderungen ein hartes Duell mit Tony Martin. Vom Deutschen war er im Zeitfahren der Tour de Suisse in Liestal geschlagen worden. Nach 18 Kilometern lag Martin 9 Sekunden voraus. Dann kehrte Cancellara den Spiess um und siegte schliesslich mit 17 Sekunden Vorsprung. Der Olympiasieger erreichte mit seinem Erfolg ein weiteres Ziel, denn ein grosses Zeitfahren der Tour de France vermochte Cancellara vorher noch nie für sich zu entscheiden. Vor zwei Jahren war er von Stefan Schumacher (De) geschlagen worden, dem später der Sieg wegen Dopings aberkannt wurde. Demzufolge wird Cancellara als Erster geführt, aber unter den Berufssportlern zählen nur herausgefahrene Ergebnisse. «Ich bin zu müde, um an meinen Sieg zu denken. Das war ein langer Tag. Mein Palmarès ist um eine Einheit grösser geworden. Darauf bin ich stolz», sagte Cancellara. Schlecks starke Leistung «Er ist der Fahrer der Zukunft. Andy hat in diesem Zeitfahren eine grossartige Leistung gezeigt. Nächstes Jahr wird der Kampf um den Gesamtsieg in der Tour völlig offen sein.» Mit diesen Worten tröstete Fabian Cancellara seinen Teamkollegen Andy Schleck, dem in diesem Zeitfahren am Samstag beinahe die grosse Überraschung gelungen wäre. Der Luxemburger bestritt das Rennen seines Lebens und versuchte mit einem schnellen Start, Leader Alberto Contador zu destabilisieren. Nach 30 Kilometern hatte Schleck seinen Rückstand von acht Sekunden auf den Spanier praktisch aufgeholt. Aber im starken Gegenwind kam Contador besser in Schwung. Schleck hingegen baute ab. Im Ziel betrug die Differenz zwischen den Protagonisten 31 Sekunden. Das überraschend spannende Duell um den Gesamtsieg spielte sich aber nicht an der Spitze der Rangliste ab. Contador, eigentlich ein Zeitfahrspezialist, belegte bloss den 35., Schleck den 44.Platz. si>

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