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BSV Bern besiegt Wacker-Trauma

Der BSV Bern Muri hat das Kantonalderby gegen Wacker Thun mit 27:26 gewonnen. In einem emotionalen Spiel erzielte Mischa Kaufmann 18 Sekunden vor Schluss den entscheidenden Treffer zum 27:26-Endstand.

Noch 18 Sekunden sind in der Mooshalle Gümligen zu spielen. Soeben hat Mischa Kaufmann die Gastgeber vor 900 Zuschauern mit 27:26 in Front geschossen. Die Thuner versuchen zu reagieren. Nach einem Time-out lancieren sie den letzten Angriff, doch der Ball, und somit das Spiel, gehen verloren. Hart, aber nicht unfair Eine Umarmung hier, ein herzlicher Händedruck da – vor dem Spiel notabene, denn mit dem Anpfiff rücken die Freundschaften in den Hintergrund. Der BSV Bern Muri will sich für die beiden nicht gewonnenen Derbys in der Vorsaison revanchieren. Bereits in der ersten Spielminute muss Wackers Sandro Badertscher mit einer blutenden Nase das Spielfeld kurzzeitig verlassen. Das Spiel ist hart, aber keineswegs unfair. Wacker Thun ist zu Beginn das bessere Team, auch weil Antoine Ebinger im Tor der Berner nicht seinen besten Tag erwischt. Insbesondere mit den Schüssen von Borna Franic bekundet der Routinier Probleme. BSV-Trainer Alex Milosevic reagiert, bringt für den 33-jährigen ehemaligen Nationaltorhüter in der 18.Minute den zehn Jahre jüngeren Timo Heiniger. Der Wechsel zahlt sich aus. Franic erzielt bis zum Spielende nur noch zwei Tore. Nach einem zwischenzeitlichen 9:11-Rückstand liegen die Berner bis zur Pause mit 15:13 in Front. Auch nach dem Wiederanpfiff scheint der BSV seiner Favoritenrolle gerecht zu werden. 20:16 führen die Platzherren nach 40 Minuten. Diese haben die Rechnung jedoch ohne Jonas Dähler gemacht. Der Rechtsaussen benötigt keine zwei Minuten, um mit drei Toren in Serie die Spannung zurück ins Spiel zu bringen. Doch mehr als der zwischenzeitliche Ausgleich will den Thunern in der Folge nicht gelingen. Penaltykiller Timo Heiniger Die auffälligsten Berner sind Sepp Schander mit elf Toren und Goalie Heiniger. Dieser avanciert zum Matchwinner, auch weil er sämtliche Penaltys pariert. Zweimal Sandro Badertscher sowie Luca Linder und Jakub Szymanski scheitern am Penaltykiller. Und dann ist da auch noch das Schiedsrichterduo, welches in mehreren Szenen unglücklich agiert – und die Gäste sicher nicht bevorteilt. Wacker-Trainer Martin Rubin sagt sogar: «Ich bin als fairer Verlierer bekannt und will auch die Leistung der Berner nicht schmälern, aber die Unparteiischen waren heute nicht unparteiisch. Das nervt mich.» Dass nach Spielschluss bekanntlich nicht alle gleicher Meinung sind, zeigt die Reaktion von BSV-Trainer Alex Milosevic. «Der Schiedsrichter hat das Spiel sicher nicht entschieden», gab er zu Protokoll. Und: «Diesen Sieg möchte ich für keinen anderen Sieg eintauschen. Heute haben wir bewiesen: Der BSV Bern hat kein Wacker-Trauma.» In dieser Saison vier Derbys? Nach Spielschluss die gleichen Bilder wie vor dem Anpfiff. Eine Umarmung hier, ein herzlicher Händedruck da. Und ein BSV-Trainer, der den Verlierern Mut macht: «Wacker Thun ist ein sicherer Finalrunden-Teilnehmer, ich freue mich auf drei weitere Derbys.»Raphael HadornResultate Seite 16>

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