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Breivik ist ein Fall für Psychiatrie

NorwegenDer Attentäter AndersBehring Breivik ist von Gutachtern für unzurechnungsfähig erklärt worden. Im Falle einer Bestätigung droht ihm statt Haft eine lebenslange Verwahrung.

Der Norweger Anders Behring Breivik ist nach Überzeugung von zwei Rechtspsychiatern «wegen paranoider Schizophrenie» nicht strafrechtlich zurechnungsfähig. Ausserdem sei er als «psychotisch» einzuschätzen, gaben Sprecher der Staatsanwaltschaft in Oslo gestern bekannt. Sollte dies abschliessend bestätigt werden, werde die Staatsanwaltschaft die Einweisung in eine psychiatrische Klinik beantragen, sagte Staatsanwältin Inga Bejer Engh in Oslo. Breivik könnte somit einer strafrechtlichen Verurteilung entgehen, aber sein restliches Leben in der Psychiatrie verbringen. Die endgültige Entscheidung über die Zurechnungsfähigkeit Breiviks trifft das zuständige Gericht. Staatsanwältin Engh sagte, das ab April 2012 geplante Gerichtsverfahren werde in etwa gleich ablaufen. «Der einzige Unterschied wird, dass wir den Täter bei Unzurechnungsfähigkeit nicht zu Haft verurteilen lassen können.» Dies sei ein «allseits anerkanntes Rechtsprinzip in Norwegen seit dem Mittelalter». Breivik hatte am 22. Juli im Regierungsviertel von Oslo eine Autobombe gezündet und damit acht Menschen getötet. Anschliessend eröffnete er in einem Sommerlager der regierenden Arbeiterpartei auf der Insel Utøya das Feuer und tötete 69 überwiegend jugendliche Teilnehmer des Lagers. sda>

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