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Brandis muss um die Playoff-Teilnahme zittern

1.-Liga-EishockeyBrandis hat das wichtige Spiel in Thun 1:3 verloren und die Chance verpasst, die Gegner am Strich auf Distanz zu halten.

Obschon der EHC Thun keineswegs unschlagbar wirkte, gelang es dem EHC Brandis nicht, die Abwärtsspirale zu stoppen. Thun gewann 3:1 und hat sich im Kampf um einen Playoff-Platz zurückgemeldet. Den Unterschied machte in dieser von Nervosität geprägten Partie der Umstand, dass bei den Oberländern mehr Spieler mit Herz und vollem Engagement am Werk waren als bei den Emmentalern. Und das ist nicht nur auf die Anzahl der Spieler auf dem Matchblatt bezogen. Thuns Coach Reto Gertschen konnte aus dem Vollen schöpfen, während dem Brandis-Coach Oliver Tschanz auf der anderen Seite gerade noch 15 Feldspieler zur Verfügung standen. Doch was machte Thun besser als Brandis? «Wir schossen zwei Tore mehr und nutzten unsere Chancen besser», so die trockene Antwort von Reto Gertschen auf die entsprechende Frage. Die Gäste hatten ebenfalls zahlreiche gute Möglichkeiten, doch wie schon oft scheiterten sie im Abschluss. «Vielleicht sind wir zu wenig giftig vor dem gegnerischen Tor und versuchen die Scheibe hinter die Linie zu tragen, statt direkt zu schiessen», so der selbstkritische Adrian Witschi, der das einzige Tor von Brandis erzielte. Der Start in diese für beide Teams eminent wichtige Partie stand ganz im Zeichen der Thuner, die nach einem defensiven Blackout von Brandis bereits nach dreieinhalb Minuten mit 1:0 in Führung gingen. Die Gäste hatten im weiteren Verlauf der Partie genügend Möglichkeiten, dem Spiel noch eine andere Wende zu geben. 41 Minuten lang, in denen sie kein hochstehendes Eishockey zu sehen bekamen, mussten die Zuschauer bis zum nächsten Treffer ausharren. Adrian Witschi sorgte mit seinem Ausgleichstreffer dafür, dass die Partie von neuem beginnen konnte. Nun entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Unbedrängt vor dem Tor Es war erneut ein defensives Fehlverhalten der gröberen Art von Brandis, das Thun den Sieg ermöglichte. Unbedrängt stand Roger Vonlanthen vor dem Gästetor, wartete auf das Zuspiel und konnte sich in aller Ruhe die freie Ecke aussuchen und das 2:1 erzielen. Zwar versuchte Brandis noch einmal zu reagieren und musste in der 58.Minute einen Pfostenschuss beklagen. Mit einem Schuss ins leere Tor entschied Pascal Zürcher die Partie zugunsten von Thun. «Mit diesem wichtigen Sieg haben wir in der Tabelle Boden wettgemacht. Beide Teams machten zu viele individuelle Fehler, doch vor dem Tor waren wir etwas konsequenter», sagte Thuns Trainer Gertschen. «Momentan fehlen mir ein wenig die Emotionen in unserem Team. Noch können wir uns aus eigener Kraft über dem Strich retten, dafür bedarf es jedoch vor allem einer gewaltigen Steigerung der Teamleader», meinte Christian Baumgartner, der Sportchef von Brandis. Ernst Marti>

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