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Brahms’ Requiem wühlte auf

StadtkircheMit der

Mit einer Standing Ovation in der Stadtkirche belohnten die Zuhörer am Abend des Ewigkeitssonntags die Thuner Kantorei für ihre Aufführung des Deutschen Requiems von Johannes Brahms. Zu Recht. Die Sängerinnen und Sänger liessen sich von ihrem Leiter Simon Jenny in mehreren Partien zu Höchstleistungen führen. Eine aussergewöhnliche Stimmung brachte zudem die Lesung aus dem Buch «Annas Tod. Briefe an das Leben» des Autoren Hartmut Gagelmann. Der Schauspieler Bernhard Biller vermochte die Zuhörenden mit seiner gefühlvollen Lesung einzelner Szenen aus der Geschichte rund um Annas frühen Tod sofort in den Bann zu ziehen. Gut konnte man sich vorstellen, wie die zwei Verliebten vor dem nahenden Morgen im Regen auf der Landstrasse stehen und hören, dass die Vögel kurz vor dem Sonnenaufgang still sind, und danach mit einem lauten Konzert den neuen Morgen begrüssen. Ebenso berührten Gesang und Musik des Chors und der Solisten. Gefühle geweckt Die Kraft des Werkes vermochte diejenigen Gefühle zu wecken, die Johannes Brahms beim Komponieren seines grossen Deutschen Requiems wohl berühren wollte. Mit der Abwechslung zwischen Tiefe und Leichtigkeit lässt Brahms in diesem Werk den Zuhörer die verschiedenen Gefühle, die Menschen rund um den Tod spüren, hautnah erleben. Mit ihrer Aufführung vermochte die Thuner Kantorei denn auch denjenigen Besuchern Trost zu spenden, die einen Menschen durch den Tod verloren haben, und gleichzeitig Hoffnung für alle spenden, die am sogenannten Totensonntag in der Stadtkirche nur Ruhe finden wollten. Mit der Aufführung des Stückes über Liebe, Sterben und Leben ist der Thuner Kantorei, den Solisten Martin Geiser, Bariton, Helen Wepfer und Martin Klopfenstein, Klavier, der herausragenden Sopranistin Barbara Böhni sowie Sprecher Bernhard Biller eine Glanzleistung gelungen. Die Harmonie und die tief greifende Wirkung des Gesangs und der Musik drängten die etwas lange Aufführzeit in den Hintergrund. Die stehende Ovation am Schluss des Konzertes bestätigte diese Wahrnehmung. Debora Stulz>

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