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Bisherige muss Heimleiter weichen

beatenbergVier Sitze für die SVP, deren zwei für die Unabhängigen: Das Stimmvolk hat den Gemeinderat für die nächsten vier Jahre gewählt. Nicht mehr in der Exekutive wird Christina Rähmi-Mäder sein, die als Bisherige abgewählt worden ist.

202 Stimmen reichten Christina Rähmi-Mäder nicht für die Verteidigung ihres Sitzes im Rat der Gemeinde Beatenberg. Die Kindergärtnerin trat wie vor vier Jahren als Parteilose für die Unabhängigen Bürgerinnen und Bürger Beatenberg (UBB) an und schaffte wie 2006 die Wahl nicht. Rähmi-Mäder rutschte vor einem Jahr für den zurückgetretenen UBB-Gemeinderat Harald Wäcken in die Exekutive nach und musste jetzt ihren Sitz abgeben. Letzterer bleibt aber bei den «Unabhängigen», da Andres Sieber, Leiter des Altersheims in Beatenberg, mit 361 Stimmen gewählt wurde. Keiner der neun Ratskandidaten hatte mehr Stimmen erzielt als Sieber. UBB: Positiv überrascht «Das hat auch mich überrascht, und dies sehr positiv», sagte gestern Max Frutiger, Präsident der UBB, auf Anfrage. Die Partei habe zwar mit einem dritten Sitz geliebäugelt, im Endeffekt sei er jedoch zufrieden mit dem Resultat. Als Grund für den verpassten dritten Sitz gibt Frutiger die fehlenden Parteistimmen an. In der Tat sprechen die 1786 Parteistimmen der SVP und deren 956 für die UBB eine deutliche Sprache. Frutiger hofft nun, dass die vielen Stimmen für die UBB ein Zeichen dafür sind, dass die Bürgerinnen und Bürger in Beatenberg vermehrt eine Einheit bilden wollen und die Ziele zusammen anstreben müssen. Die anstehenden Aufgaben mit der Verbesserung der Infrastruktur und dem sparsamen Umgang mit finanziellen Mittel erfordern laut Frutiger ein gemeinsames Vorgehen. SVP: Anständiges Resultat «Es wäre fast utopisch, noch mehr als die vier Sitze im Rat zu machen,» sagte gestern SVP-Präsident Keith Tidy und fügte an: «Mit vier Gemeinderäten und noch dem Präsidenten dazu haben wir wirklich ein anständiges Resultat erzielt.» Der Hotelier des Beatus in Sundlauenen anerkennt auch das Topergebnis des neuen UBB-Kandidaten, bedauert aber die Nichtwahl von Fritz Gimmel, der als Einziger des Ortsteils Sundlauenen ins Rennen um einen Sitz in der Beatenberger Exekutive stieg. «Angesichts der wichtigen Aufgaben in diesem Teil der Gemeinde mit den Strassen- und Bachprojekten wäre es wichtig gewesen, einen Vertreter von Sundlauenen im Rat zu haben,» sagte Tidy. Ansonsten ist für ihn wichtig, dass in der Exekutive mindestens zwei politische Kräfte vertreten sind. «Wir wollen kein Einparteiensystem, denn sonst gibt es keine konstruktiven Lösungen,» sagt SVP-Präsident Keith Tidy.Hans UrferDie Ergebnisse der Gemeindewahlen Liste 1, UBB (956 Parteistimmen) – Gewählt sind: Andres Sieber (neu), parteilos, Heimleiter, 361 Stimmen; Urs Zimmermann (bisher), parteilos, Bauingenieur HTL/STV, 350. – Stimmen hat erhalten: Christina Rähmi-Mäder (bisher), parteilos, Kindergärtnerin, 202. Liste 2, SVP (1786 Parteistimmen) – Gewählt sind: Daniel Grossniklaus (neu), Dachdecker/Spengler, 354 Stimmen; Arnold Schmocker (bisher), Bäcker-Konditor, 347; Susanna Gafner-Grossniklaus (bisher), parteilos, Bäuerin/dipl. Postangestellte, 305; Johann Gimmel (bisher), Landwirt, 291. – Stimmen haben erhalten: Fritz Gimmel (neu), Sundlauenen, Maler, 231; Sandra Grossniklaus-Kunz (neu), Wirtin, 151. – Stimmbeteiligung: 57 Prozent (2006: 63 Prozent).>

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