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Big Brother soll für Ruhe sorgen

In Niederbipp treiben

Sie zünden Abfallkübel an, zerschlagen Bierflaschen, demolieren Storen und Blumenkisten: Seit kurzem wüten in Niederbipp jugendliche Vandalen. Besonders betroffen ist das Schulhausareal der Mittelstufe. Laut der für die Sicherheit zuständigen Gemeinderätin Edith Born (SVP) sind allein an drei Wochenenden Schäden von gegen 10000 Franken entstanden. Gerade jetzt, in der Ferienzeit, sei es «besonders schlimm». Das nächtliche Treiben wollen sich Born und ihre Ratskollegen nicht mehr länger bieten lassen. Kameras sollen nun für Ruhe sorgen. «Ja, dieser Wunsch ist vorhanden», bestätigt Baugemeinderat Beat Kellerhals (SP) einen Bericht im «Langenthaler Tagblatt». Wer steckt dahinter? Möglicherweise werden die Kameras bereits im Sommer installiert. Wo genau und wie viele Geräte es sein werden, ist noch unklar – bestückt werden soll aber voraussichtlich das Schulhausareal Mittelstufe. Vorerst hat die Gemeinde erste Firmen kontaktiert. Kellerhals rechnet mit Kosten von ein «paar Tausend Franken». Der definitive Entscheid steht aber noch aus. Probleme mit nächtlichen Vandalen sind in Niederbipp nichts Neues. Seit dem Jahr 2008 patrouilliert deshalb ein privater Sicherheitsdienst im Dorf. Immerhin gelang es den Behörden so, die Situation am Bahnhof zu entschärfen. Doch nun hat sich das Problem offensichtlich an andere Hotspots verlagert. Wer hinter den Vandalenakten steckt, ist ungewiss. Die meisten seien vermutlich eher ältere Schüler, sagt Gemeinderätin Born. Mitmachen würden aber auch 11- und 12-Jährige. Sport statt Randale Um die jugendlichen Vandalen zu bremsen, setzt Niederbipp aber nicht allein auf die Kraft von Big Brother. Auch die Prävention wird grossgeschrieben. Im Sommer sollen erste Projekte in Zusammenarbeit mit der neu gegründeten Jugendfachstelle Rumisberg lanciert werden. Darüber hinaus beteiligt sich die Gemeinde ab Herbst während vier Monaten versuchsweise am Projekt «Midnight Sports» – die Idee: Wenn die Jugendlichen Sport treiben, haben sie keine Zeit zu randalieren. Und seit längerem sucht die Gemeinde zudem einen geeigneten Jugendraum – bisher erfolglos. Ein möglicher Standort ist das nicht mehr genutzte Wäschehaus auf dem Spitalareal Niederbipp. All die Projekte mitsamt dem Sicherheitsdienst kosten die Gemeinde in diesem Jahr 80000 Franken – nicht eingerechnet ist der Aufwand für die Kameras. Für Baugemeinderat Kellerhals aber durchwegs gut investiertes Geld – wenn man den Betrag mit der Höhe der Schäden in Relation setze. Dominik Balmer>

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