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Besinnlich und humorvoll

Alex Kurz, Pfarrer in Rohrbach, legt sein drittes Bändchen Weihnachtsgeschichten vor. Die berndeutschen Kurzgeschichten berichten von Freude und Kummer, von Fremde und Vertrautheit in der Weihnachtszeit. Die erste der zwölf Geschichten unter dem Titel «Vor Wiehnacht überrascht» kreist um ein bekanntes Thema in der Adventszeit: schenken oder nicht? Der Autor zeigt, wie ein Ehepaar versucht, sich nichts zu schenken und dabei nach mehreren Auseinandersetzungen glücklich scheitert. Fremdsein in einem Dorf ist ein Thema, das in den Geschichten immer wiederkehrt: Da gibt es die attraktive Russin, die einen älteren Bauern geheiratet hat. Den Junglehrer aus der Stadt, der mit einem Sternensingen die Klassenkasse aufbessern will und am Ende einem mittellosen Bauern hilft. Oder den neuen Pfarrer, der auf dem Weg zur Weihnachtsfeier der Turner mit seinem Auto im Dreck stecken bleibt. Alex Kurz zeichnet seine Figuren mit grosser Sensibilität und Liebe zum Menschen. Er zeigt, wie man mit etwas Mut und Engagement sein Leben und dasjenige der anderen bereichern kann. Er lässt die Lesenden teilnehmen am Schicksal eines einsamen Mannes, an den Enttäuschungen einer Altersheiminsassin. Doch seine Geschichten sind nicht deprimierend, sondern wirken dank seinem feinen Humor und seinem Glauben an das Prinzip Hoffnung leicht. Er erzählt von Intrigen im Büro, von getrennten Paaren, findet aber immer zu einem guten Ende. Mit einer Ausnahme: In einer der Geschichten bleibt der Zauber der Weihnachtszeit ohne Widerhall und versandet in Banalität. Etwas aus der Reihe tanzt die Geschichte um den Weihnachtsbaumschmuck. Hier streiten sich Lametta und Kugeln, Engel und Baumspitze um ihre Wichtigkeit. Nur der Baum sieht das pragmatisch: ohne ihn kein Schmuck. Prisca Rotzler Köhli Das Buch erschien im Zytglogge Verlag und ist in den Buchhandlungen erhältlich. Lesung mit Alex Kurz: am Montag, 16.November, 20 Uhr, Zwinglihaus Langenthal. Organisiert vom Buchladen Buchzeichen. >

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